Geschichte(n) - Das Staatsarchiv erzählt
Kei Geld z’versoue!
Brücken werden gebaut, um Weghindernisse zu überwinden. Sie verkürzen Wegstrecken und verbinden Menschen und Orte. Im übertragenen Sinne stehen Brücken für die Überwindung von unterschiedlichen Auffassungen über Trennendes hinweg. Die Redewendung «Brücken bauen» meint dann auch, Schwierigkeiten gemeinsam überwinden (Ignaz Civelli). In Personalziitig 58 (2011).
Kinder in der Spinnerei
Die Zeit der Industrialisierung im 19. Jahrhundert war eine Zeit der Entwurzelung, der Massenarmut und der Kinderarbeit in den Fabriken. Die 1855 eröffnete Erziehungs- und Arbeitsanstalt am Gubel in Neuägeri versuchte die daraus entstehenden Probleme auf eine neuartige und schon damals umstrittene Art zu lösen (Renato Morosoli). In Personalziitig 57 (2011).
Holzschuh und Schüttelbahn
Die blockierten Türen und grossen Verspätungen, welche 2004 beim Start der Zuger Stadtbahn zu reden gaben, waren belanglos im Vergleich zu den Schwierigkeiten, die um 1900 beim ersten grossen Ausbau des öffentlichen Lokalverkehrs im Kanton Zug zu bewältigen waren. Die Verkehrsmittel waren ziemlich störrisch (Renato Morosoli). In Personalziitig 56 (2011).
Untergang und Neubeginn
Fragt man nach wichtigen Daten in der zugerischen Geschichte, werden vielleicht der 15. November 1315 ( Schlacht am Morgarten) oder der 5. Juli 1887 (Untergang der Zuger Vorstadt) genannt. Kaum erwähnt wird der 17. April 1798. An diesem Tag fiel ein Entscheid, der den Kanton Zug möglicherweise bis heute beeinflusst hat. (Renato Morosoli). In: Personalziitig 55 (2011)
"Friss auf deinem Erdreich"
Konfliktlösungen durch Schiedsgerichte oder durch den Einbezug von Vermittlern haben in der Eidgenossenschaft eine lange Tradition. Einen bis heute im kollektiven Gedächtnis präsenten Ausgleich anderer Art sollen verfeindete Krieger im 1. Kappeler Krieg von 1529 inszeniert haben: die Kappeler Milchsuppe. (Renato Morosoli). In: Personalziitig 54 (2010)
Auf Lebenszeit im Amt
Mit zehn oder mehr Jahren im Parlament zählt ein heutiges Mitglied des Kantonsrats bereits zu den Erfahrensten im Rat. Vor 300 Jahren blieb ein Ratsherr oft lebenslänglich im Amt, wenn er es erst einmal geschafft hatte, dorthin zu kommen. Bruder oder Sohn eines abtretenden Ratsherrn zu sein, erhöhte die Wahlchancen. (Renato Morosoli). In: Personalziitig 53 (2010)
Chevalier und Hauptmannin
Der Solddienst für fremde Herrscher war in der Alten Eidgenossenschaft ein bedeutendes Geschäft. Es wurde von privaten Militärunternehmern wie den zugerischen Zurlauben auf eigene Rechnung betrieben. Hinter den einzelnen Unternehmern stand meistens ein ganzer Familienverband, denn Söldnertruppen waren kostspielig... (Renato Morosoli). In Personalziitig 52 (2010)
Oh ! - Weh ! - Bahn!
Am Morgen eine Sitzung in Bern, danach eine Besprechung in Luzern und am Abend ein Theaterbesuch in Zürich. Übers Wochenende für eine kurze Shopping-Tour nach London und dann zwei Wochen Ferien in Thailand. So zu leben war unvorstellbar vor der Zeit der grossen Beschleunigung, die Mitte des 19. Jahrhunderts begann. (Renato Morosoli). In Personalziitig 51 (2010)
Was geschah im Jahr 1352?
Jubiläen und Gedenkfeiern sagen oft weniges aus über das Ereignis, an das sie erinnern. Viel wichtiger ist das Bild, das sie von ihrer jeweiligen Gegenwart vermitteln. 1852 feierte der Kanton Zug kurz nach einem verlorenen Bürgerkrieg seine 500-jährige Zugehörigkeit zur Eidgenossenschaft – eine delikate Aufgabe. (Renato Morosoli). In Personalziitig 50 (2009)
Kanton Zug: Im Mittelfeld
Was heute die heftig diskutierten Ergebnisse der internationalen PISA-Bildungsstudien sind, waren vor 100 und mehr Jahren die Resultate der pädagogischen Rekrutenprüfungen, weil diese ebenfalls einen Vergleich von Bildungssystemen zuliessen und Schulreformen förderten (Renato Morosoli). In: Personalziitig 49 (2009)
Vorwärts marsch!
Was heute unter dem Namen Sport betrieben wird, entstand aus der Verbindung zweier gegensätzlicher Formen der Körperkultur, dem eher deutschen Turnen und dem britischen Sport. Sport war vor allem Spiel und Wettkampf, Turnen hingegen verfolgte ganz andere Ziele: Nicht die individuelle Leistung, sondern gemeinsame Leibesübungen zum Nutzen der Nation standen im Vordergrund. (Renato Morosoli). In Personalziitig 48 (2009)
Seegfrörni
Der Zugersee bildet eine Wasserfläche von 38 Quadratkilometern. Dass diese grosse Ebene vollständig zufriert und begehbar wird, ist ein seltenes Ereignis, das als ausserordentliches Freizeitvergnügen geschätzt, immer wieder aber auch von tragischen Unfällen überschattet wird. Die letzte Zuger Seegfrörni datiert von 1963. (Peter Hoppe). In Personalziitig 47 (2008)
Früh erwachsen
Kindheit und Jugend sind einerseits biologisch gesteuerte Lebensphasen, andererseits aber auch sozial geprägte und damit in ihren Übergängen und Inhalten wandelbare Altersstufen. Einige Rückblicke in die Geschichte zeigen, wie sich die Bedeutung der ersten zwei Lebensjahrzehnte veränderte. (Renato Morosoli). In Personalziitig 46 (2008)
Rasende Motorkutschen
Vor gut hundert Jahren wurden die ersten Regelungen zum Schutz der Fussgänger, Fuhrwerke und Viehherden vor dem aufkommenden Automobilund Veloverkehr erlassen. Manche Bestimmungen gelten im Prinzip noch heute. Völlig verkannt wurde damals das Ausmass, in dem sich die Mobilität entwickeln sollte. (Renato Moroosoli). In Personalziitig 44(2008)
Schnapspest und Volkswohl
Heutzutage bietet der Kanton Beratungen in vielerlei Lebenslagen an. Gerade im Sucht- und Gesundheitsbereich ist das Angebot vielfältig. Zuerst aber mussten seitens des Kantons die Probleme als solche erkannt werden. In den 1880er Jahren stritt man über die Frage, ob in Zug die «Schnapspest» wüte. (Renato Morosoli). In Personalziitig 45 (2008)
Die Migros kommt
In den 1950er Jahren begann der heutige Grossverteiler Migros seine Expansion im Kanton Zug. Er stiess dabei auf erbitterten Widerstand der lokalen Detaillisten, die um ihre Existenz fürchteten und bei ihrem Abwehrkampf auf die Unterstützung der Behörden zählen konnten. (Renato Morosoli). In Personalziitig 43(2007)
Bären und Wölfe
Bis ins 18. Jahrhundert gehörten Bären und Wölfe vereinzelt zur Tierwelt im Kanton Zug. Ihr Auftauchen löste nicht anders als heute hektische Aktivitäten aus, die allerdings damals nur ein Ziel kannten: die sofortige Erlegung dieser «Untiere». (Renato Morosoli). In Personalziitig 42 (2007)
Ein Budget? - Unmöglich!
Der lange Weg zum ersten kantonalen Voranschlag von 1849. (Renato Morosoli). In Personalziitig 41 (2007)
Hungers gestorben
Missernten führten rasch zu einer Hungersnot, im Kanton Zug letztmals 1816/17. (Renato Morosoli). In Personalziitig 40 (2007)
Recht und Rache
Rache als gängiges und legitimes Mittel zur Ahndung von Verbrechen. (Renato Morosoli). In Personalziitig 39 (2006)
Das Staatsarchiv
Seit 27 Jahren ist Peter Hoppe Staatsarchivar des Kantons Zug. (Renato Morosoli). In Personalziitig 38 (2006)
Fremde deutsche Sprache
Alte Archivdokumente gleichen fremdsprachigen Texten. (Renato Morosoli). In Personalziitig 37 (2006)
Und wandelt zu Fuss
Der Ägerer Färbergeselle Josef Anton Hess hat während seiner Wanderjahre Tagebuch geführt. (Renato Morosoli). In Personalziitig 35 (2005)
Wider den Schundfilm
Die kantonale Kinofilmkommission. (Renato Morosoli). In Personalziitig 34 (2005)
Kommissionen entstehen
Auf dem Weg zu einer selbständigen Verwaltung mit Direktionen. (Urspeter Schelbert). In Personalziitig 32 (2005)
6 Arbeitstage Ferien
Am 1. Mai 1943 begann Willy Scherer auf der Finanzkanzlei seine Lehrzeit. (Urspeter Schelbert). In Personalziitig 30 (2004)
...zum Abscheu und Exempel
Zur Strafjustiz im alten Zug. (Renato Morosoli). In Personalziitig 28 (2004)
Messen und Wägen
Von der bunten Vielfalt von alten Mass-Systemen. (Peter Hoppe). In Personalziitig 27 (2003)
Selbstbestimmte Frauen?
Zum Weiberprozess in Unterägeri. 1874. (Peter Hoppe). In Personalziitig 26 (2003)
Ein Palast auf der Aare
Von zugerischer Aussenpolitik. (Urspeter Schelbert). In Personalziitig 25 (2003)
Moneta Nova Tugiensis – das ist zu Teutsch: Neue Zuger-Müntz
Geld und Geldumlauf im alten Zug. (Peter Hoppe). In Personalziitig 23 (2002)
Im Kolinbrunnen Kutteln gewaschen
Abwasser- und Müllentsorgung in der alten Zeit. (Peter Hoppe). In Personalziitig 22 (2002)
Unter Baldachin und Triumphbögen
Kirchliche Feiern und ihr Rückzug aus dem öffentlichen Raum. (Peter Hoppe). In Personalziitig 21 (2002)
Mit 47 Stundenkilometern den Zugerberg hinaufgebrettert
Autorennen auf den Zugerberg in den 1920er Jahren. (Peter Hoppe). In Personalziitig 20 (2002)
Den Leuten einen anständigen Rücktritt ermöglichen
Von der Selbsthilfeorganisation zur staatlichen Pensionskasse. (Peter Hoppe). In Personalziitig 19 (2001)
Die Zuger Kantonskanzlei um die Mitte des 19. Jahrhunderts
(Urspeter Schelbert). In Personalziitig 18 (2001)
Kirchenruf, Botendienst und Zürcher Zeitung
Amtliche Kommunikationsmittel in der Zeit vor 1850. (Peter Hoppe). In Personalziitig 16 (2000)
Die ganze Stadt am Abend abschliessen und am Morgen wieder öffnen
Turm- und Torwächter in der alten Stadt Zug. (Peter Hoppe). In Personalziitig 15 (2000)
35 Schüler in 5 1/2 Bänken
Als die Kantonsschule noch im heutigen Stadtbauamt an der St. Oswalds-Gasse 20 untergebracht war.» (Peter Hoppe). In Personalziitig 14 (2000)
Archive als Herbergen der Vergangenheit
Datensicherheit in früheren Zeiten. (Urspeter Schelbert). In Personalziitig 13 (2000)
Das Dokument: Doppelt so schnell schreiben wie mit der Feder
Rationalisierung und Effizienzsteigerung vor hundert Jahren: Der Kanton Zug kauft seine erste Schreibmaschine. (Peter Hoppe). In Personalziitig 11 (1999)
Die Landstrassen dienen einzig und allein dem ungehinderten Verkehr der Fuhrwerke
Verkehr und Strassenbau vor 150 Jahren. (Peter Hoppe). In Personalziitig 6 (1998)
Als die Staatskanzlei noch beim Landschreiber zu Hause war...
Das Landschreiberamt als ältester Kern der zugerischen Staatsverwaltung. (Peter Hoppe). In Personalziitig 4 (1997)
Dem Scharfrichter ein Jahrgeld von 192 Franken
Aus der Staatsrechnung des Kantons Zug für das Rechnungsjahr 1817/18. (Peter Hoppe). In Personalziitig 3 (1997)
Oberaufsicht über Polizey, Bettler und Vagabunden
Die Anfänge der Kantonspolizei vor bald 200 Jahren. (Peter Hoppe). In Personalziitig 2 (1997)
