Navigation
Artikelaktionen

Einsätze

26.-30.09.2011 Einsatz der ZSO in Zug, Neuheim und Menzingen

Die Pioniere der Kompanie 2 rückten am Montag, 26.09.11, 07.00 Uhr für den Wiederholungskurs 2011 (WK) ein. Im diesjährigen WK standen fünf gemeinnützige Arbeiten für die Gemeinden Zug, Neuheim und Menzingen im Vordergrund. Die Arbeiten wurden in fünf Baustellen definiert und die Pioniere entsprechend ihren Fähigkeiten zugeteilt.

Zug: Abfüllen von 3'300 Sandsäcken für die FFZ und den Werkhof um das Lager an Sandsäcken aufzustocken

Neuheim: Abbruch altes marodes Bauernhaus

Menzingen: Hangsicherung Gschwänd West und Ost, Chnollen

An allen Baustellen stand die Sicherheit der Pioniere im Vordergrund. Dieses Ziel wurde erfüllt, da es keine grösserenn Unfälle gab.

Die Ziele des WKs wurden klar erreicht und konnten nur mit einer motivierten Kompanie und Teamwork auf allen Ebenen erreicht werden.

Am Schluss des WKs bedankte sich der Kompaniekommandant und die Auftraggeber für den grossen Einsatz der Pioniere und entliess sie in das wohlverdienten Wochenende.

Text: Patrizio Rusconi

14.06.11 Der Zivilschutz im Dienste der Armbrust

Vom 23. Juni bis 3. Juli findet in Unterägeri das eidgenössische Armbrustschützenfest sowie die Armbrust-Europameisterschaft statt. Besucht von rund 1'200 Armbrustschützen und erwarteten 1'400 Fans ist es ein Sportereignis von grosser Bedeutung für die Schweiz, wo diese Sportart noch immer sehr bekannt ist. Weniger bekannt: Auch bei diesem nationalem, ja europäischen Ereignis spielt der Zivilschutz eine tragende Rolle.

 

Wie auf einer Baustelle
Es ist sonnig-heiss in Unterägeri und rund 25 Pioniere beherrschen das Bild auf der Baustelle. Schützenstand, Gerüste, Betonelemente bringen sie in Stellung, montieren und installieren sie.

Unter der Leitung von Bauchef Markus Hugener sind es die Pioniere der Kompanie 1, welche eine Woche vor Festbeginn mit grossem Hau-Ruck das Zelt über den Schützenständen in die Höhe hieven. Weisse Planen schiessen in die Höhe über ein riesiges Zeltgerüst, welches die Zivilschützer mal so eben vor dem Znüni aus der Hand schütteln. "Die hend also eine aneklepft", sagt Markus Hugener mehr als treffend.

Vielfältige Aufgaben
Die Pioniere sind nicht alles, was der Zivilschutz zum Wohl der Armbrustschützen aufbietet. Der Sanitätsdienst, die Verkehrsregulierung während des zehntägigen Fests, der Aufbau einer Schiesswand in der Turnhalle, die Einrichtung der Festbänke sowie der ganze Abbau der Anlage: All das übernimmt ebenfalls der Zivilschutz. Während insgesamt drei Wochen sind verschiedene Angehörige des Zivilschutzes im Dienst.

Positives Fazit
"Wir sind sehr glücklich, dass wir mit dem Zivilschutz zusammenarbeiten können" betont Bauleiter Hugener und es ist klar warum: Der Zivilschutz macht seine Arbeit äusserst professionell und mit einer beeindruckenden Geschwindigkeit. Die Pioniere, Transporthelfer und der Verkehrsdienst sind wirklich "eine grosse Hilfe". Da gibt es keinen Zweifel.

03.-16.05.11 Kantonales Schwingfest

Die Pioniere der Kompanie 4 haben während ihres WK geholfen, die Tribünen für das Kantonale Schwingfest aufzustellen. Der Auftrag des Organisationskomitees wurde sach- und fristgerecht ausgeführt. Nach Durchführung des Festes war es die Aufgabe der Pioniere, die Infrastruktur zurückzubauen.

Die Pioniere wurden zusätzlich im Umgang mit alten und neuen Geräten der Zivilschutzorganisation im Ausbildungszentrum Schönau geschult. Durch mehrmaliges Wiederholen der Abläufe ist auch der reibungslose Einsatz im Notfall gewährleistet.

28.03.-01.04.11 Umzug Betagtenzentrum Breiten

Rund 50 Bewohner und Bewohnerinnen des Betagtenzentrums Breiten in Oberägeri müssen vorläufig ihre Zimmer räumen. Für acht Monate wird das Gebäude, in dem sie wohnen, renoviert. Mit dabei beim Umzug ist der Zivilschutz.

Vom 28. März bis und mit 1. April 2011 hilft die Zivilschutzorganisation Kanton Zug mit 35 Betreuern und 38 Pionieren beim Umzug des Betagtenzentrums Breiten in Oberägeri. Die Bewohner und Bewohnerinnen eines ganzen Trakts verbringen den Sommer und Herbst im Altersheim Carmel in Menzingen. Während dieser Zeit wird der Trakt renoviert.

Während die Pioniere des Zivilschutzes in erster Linie beim eigentlichen Umzug helfen, bereiten die Betreuer zusammen mit den Bewohner und Bewohnerinnen den Transport des persönlichen Hab und Guts vor.

Im November nach der Renovation geht das Ganze wieder von vorne los, auch dann wird der Zivilschutz wieder, wie Heimleiter Rolf Tobler es ausdrückt, "Nicht Waren, sondern Menschen zügeln". Selbstverständlich mit der gleichen Professionalität und Sorgsamkeit, freundlich und mit Freude am Einsatz.

Die Arbeit der Zivilschützer wird von den Bewohner und Bewohnerinnen sowie von der Heimleitung sehr geschätzt und sie dient als gutes Beispiel für den öffentlichen Auftrag des Zivilschutzes Zug.

25.03.11 Einsatz Autobahn A4 Rotkreuz

Auf der Autobahn A4 zwischen Cham und Rotkreuz in Fahrtrichtung Luzern hat sich am frühen Freitagmorgen, 25.03.2011 ein schwerer Verkehrsunfall ereignet. Der Verkehr staute sich nach dem Unfall in der gesamten Region und führte im Raum Hünenberg, Cham und Zug zu einem riesigen Verkehrschaos.

Die Einsatzleitung Feuerwehr (Ei Ltg Fw) trat um 07:45 Uhr mit folgenden Begehren an die ZSO Kanton Zug:

  1. Verbindungsoffiziere der ZSO z.V. Ei Ltg Fw ins Depot Cham
  2. Ablöse für Angehörige der Feuerwehr (AdFw) im Bereich Verkehrslenkung organisieren und durchführen
  3. Kontrolle einzelner bereits eingerichteter Sperren
  4. Ablöseplanung bis in den späten Nachmittag des 25.03.2011 erstellen


Der Kdt ZSO Kanton Zug, Oberstlt D. Enzler legte fest, dass

  1. Hptm M. Henzi als Einsatzleiter Front ZSO die Verbindung mit der Ei Ltg Fw im Depot Cham aufnimmt und eine Lagebeurteilung macht;
  2. die Erkenntnisse aus der Lagebeurteilung in allfällig weitere Beschlüsse und Befehle einfliessen;
  3. der Kdt Stv Maj D. Müller umgehend orientiert und aufgeboten wird und er die Führung im Rück sicherzustellen hat
  4. Oblt Andreas Paglia als Stv Ei Ltg Front ZSO einzusetzen ist
  5. die für den ordentlichen Kadervorkurs aufgebotenen Angehörige der ZSO (AdZSO) aus den Bereichen Betreuung und Pioniere als erste Mittel zum Einsatz gelangen
  6. Die Sicherheitskompanie über die Alarmzentrale ZUPO aufgeboten wird
  7. Hptm Markus Huwyler und Hptm Roland Richoz den Shuttle-Dienst für die eingerückten AdZSO von der Schönau zum Depot Cham sicher stellen.


Um 08:12 Uhr wurden die AdZSO aus dem ordentlichen KVK für den nächste Woche stattfindenden Einsatz (Umzug Altersheim Breiten) der Betreuer und Pioniere zum Einsatz gebracht.

Um 08:37 Uhr erfolgte das Aufgebot 1 der Sicherheitskompanie. Der Kdt ZSO stand jederzeit für Absprachen und Entscheidfindungen zur Verfügung. Der Zivilschutzstellenleiter, Lt E. Sprecak stellte die administrative Leitung sicher.

Die 48 eingesetzten AdZSO standen an verschiedenen Verkehrspunkten in der Region Cham, Hagendorn, Hünenberg und Gisikon im Einsatz.

Text: Major D. Müller, Kdt Stv ZSO Kanton Zug

23.02.-02.03.11 Einsatz Lorzentobel

Am Sonntagabend, 20.02.2011 wurde auf der Höhe des Bauernhofes Nidfurren (Gemeinde Menzingen) akustisch wahrgenommen, dass auf der gegenüberliegenden Hangseite im Bereich Winzrüti (Gemeinde Baar) offenbar Geröllmassen in Bewegung geraten sind. Da sich zu dieser Zeit das gesamte Gebiet im Nebel befand, konnte visuell nichts erkannt werden. Tags darauf stellte der Landbesitzer eine Absenkung seiner Weide um bis zu 6 Metern fest. Fussgänger im Lorzentobel ihrerseits meldeten der Feuerwehr Baar starke Bewegungen des Hanges im Bereiche des Werkes 2. Aufgrund dieser Meldungen wurde der Gemeindeführungsstab (GFS) Baar unter der Leitung von Max Übelhart aufgeboten.

Der GFS Baar trat mit folgenden Begehren an das Kommando ZSO (Kdo):

  1. Begehung des Schadenplatzes mit einem Offizier der ZSO zwecks Beschlussfassung am 23.02.2011;
  2. Absperrung des Schadenplatzes durch Angehörige des Zivilschutzes (AdZS);
  3. Aufbau zweier Sperren mit personeller Besetzung (24h-Betrieb) bei alter Holzbrücke bei Werk 1 und bei Stauwehr unterhalb Werk 2;
  4. Permanente Überwachung des Schadengebietes durch AdZS.

 

Um 18:00 Uhr wurden AdZS aus der laufenden Betreuer Rekrutenschule unter der personellen Führung von Hptm O. Füllemann zum Einsatz gebracht. In Zusammenarbeit mit dem Material Chef M. Huwyler wurden die beiden Standorte Nord und Süd eingerichtet (Zeltaufbau, Beleuchtungseinheiten für Hangüberwachung, einfache Möglichkeiten für Verpflegung). Die Einsatzleitung wurde Hptm M. Henzi übertragen. Der Kdt ZSO und sein Stv waren ebenfalls vor Ort und unterstützten den Aufbau. Parallel dazu bereitete der Zivilschutzstellenleiter, Lt E. Sprecak die kommenden Einsätze (Schichtbetrieb) vor. Die Aufgebote erfolgten telefonisch. Die Einsatzplanung gliederte sich in vier Schichten à sechs Stunden.

Das Retablieren wurde mit der Gruppe vom Dienstag, 1.03.2011 unter der direkten Leitung von Hptm O. Wyss bis am Mittwochabend, 2.03.2011 ausgeführt. Ab 17:00 Uhr am 2.03.2011 war der Auftrag der Zivilschutzorganisation Kanton Zug abgeschlossen und das eingesetzte Material vollumfänglich retabliert.

Gesamthaft standen die AdZS während 152 Manntagen im Einsatz. Diese gliedern sich in 10 Manntage der Teilnehmer der Betreuer Rekrutenschule, 112 Manntage der AdZS Sicherheitskompanie und 30 Manntage Kdo-Mitglieder.

Text: Major D. Müller, Kdt Stv

08.-09.02.2011 Einsatz der Care Kompanie und des Care Teams Zug

Am Dienstagnachmittag, 08. Februar 2011 wurde der Kommandant der Zivilschutzorganisation (ZSO) von der Zuger Polizei informiert, dass ein Familienvater mit seinen zwei Kindern seit Montag, 07. Februar 2011, 17:15 Uhr, vermisst wird.

Es wurde beschlossen, dass nach der Information der Medien das "Call Center" im Polizeihauptgebäude in Betrieb genommen wird. Aus diesem Grund wurde am Dienstag, 08. Februar 2011, um 14:21 Uhr die gesamte Carekompanie (Care Kp) mittels des telefonischen Alarmierungssystems alarmiert.

14:39 UhrEinrücken erster Angehöriger der Care Kp im Hauptgebäude der Zuger Polizei
15:12 UhrAcht Angehörige der Care Kp sind im Einsatz
15:25 UhrKomplette Ablösung der Zuger Polizei durch die Angehörigen der Care Kp
16:18 - 22:00 Uhr16 Angehörige der Care Kp standen im "Call Center" der Zuger Polizei im Einsatz

Die Angehörigen der Care Kp wurden den ganzen Tag durch einen hauptamtlichen Instruktor der ZSO unterstützt.

Am Mittwochmorgen, 09. Februar 2011, von 05:45 bis 10:00 Uhr standen wiederum insgesamt 13 Angehörige der Care Kp, welche wieder durch einen hauptamtlichen Instruktor der ZSO unterstützt wurden, im "Call Center" zu Gunsten der Zuger Polizei im Einsatz.

Am Mittwoch, 09. Februar 2011, um 08:02 Uhr wurde das "Care Team Zug" zusätzlich noch zur psychologischen Unterstützung der Familie mittels des telefonischen Alarmierungssystems aufgeboten.

Die Zusammenarbeit mit der Zuger Polizei verlief in allen Bereichen sehr gut.

09.02.2011, fuol
 

17.-19.12.2010 Skispringen Engelberg

Eisig ist es hier, die Lastwagen der Fernseh- und Radioteams schleppen sich langsam die Strasse nach Engelberg hinauf für das Weltcup-Skispringen am Wochenende vom 17.-19.12.2010. Die Catering-Leute werden bald nachkommen, sowie Sportler und Publikum: „8000 mindestens“, sagt der Chef der Arenabauten Heinz Odermatt, „besser wären 10'000.“

Die Pioniere der kantonalen Zivilschutzorganisationen Zug und Obwalden sind schon seit zwei Wochen da. Zwölf Zuger Pioniere haben, in zwei Kontingenten und auf die beiden Wochen verteilt, zusammen mit den Obwaldnern die Zelte gestellt, Zeltplachen angebracht, Schnee geschaufelt und überall da Hand angelegt, wo Not am Mann war.

„Ohne die Zivilschutzangehörigen“, sagt Odermatt, „wäre das Skispringen in Engelberg nicht möglich“. Die Arena ist mittlerweile fast fertig, die orangen Jacken der Pioniere leuchten wie Warnlichter im Schnee. Es waren für alle zwei anstrengende Wochen.

Die Mitarbeit beim Skispringen ist ein gemeinsames Projekt der beiden kantonalen Zivilschutzorganisationen Zug und Obwalden neben der gemeinsamen Grundausbildung und den Kaderkursen: „Wir müssen auch im Ernstfall einander helfen können“, sagt Ewald Degelo, Kommandant der ZSO Obwalden, „und hier sieht man - die Zusammenarbeit funktioniert perfekt.“

15.12.2010, Falco Meier

6.-10.09.10 Praktikum Transporthelfer Zivilschutz

Darko Dubovac gerät beinahe ins Schwärmen, wenn er von seinem Dienst erzählt. Es ist früh morgens, Darko sitzt im Pausenraum des Rettungsdienstes im Spital Limmattal und trinkt Kaffee. Es ist der vierte Tag seines Einsatzes (06.-10.09.2010) als Transporthelfer. Er hat viel zu erzählen.

Die Zivilschutzorganisation Zug bildet Transporthelfer wie Darko aus, welche im Ernstfall Kranke und Verletzte zügig in Sicherheit bringen. Die Grundausbildung dauert eine Woche und gipfelt in einer theoretischen und praktischen Prüfung unter den kritischen Augen des Kantonsarztes. Nach dem Abschluss der Prüfung ist der Weg frei für einen Einsatz in der Praxis: Eine Woche als Praktikant beim Rettungsdienst.

"Vor dem Praktikum war ich sehr nervös", gesteht Darko. Er ist als Pflegefachmann der Materie nahe. Doch vieles ist neu und aufregend. Infusionen legen, Beatmung sicherstellen, EKG anschliessen, ja sogar eine lebensrettende Herz-Lungen Massage kann auf ihn zukommen. Mindestens eine Woche pro Jahr wird Darko zukünftig im Rettungsdienst verbringen. Eine Woche Adrenalin pur.

D. Krienbühl