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06.-10.06.11 Kaderkurs Gruppenführer Pioniere

Verantwortung übernehmen

Wenn Motorsägen laut aufheulen und Presslufthämmer ohrenbetäubend dröhnen, sind die Pioniere des Zivilschutzes nicht weit. Doch der fachgerechte und sichere Umgang mit den Geräten will gelernt sein. Im Kaderkurs Gruppenführer Pioniere lernen die angehenden Führungskräfte, zukünftige Pioniere auszubilden und Gruppen von fünf bis zehn Mann zu führen.

Die Ausbildung Gruppenführer Pioniere wird von den Innerschweizer Kantonen Glarus, Luzern, Nidwalden, Obwalden, Schwyz, Uri und Zug gemeinsam organisiert und findet jährlich in der Zivilschutzanlage Schönau in Cham statt.

Die diesjährigen 37 angehenden Gruppenführer eignen sich im Kurs wertvolle Führungsgrundlagen an. Dazu zählen eine fundierte Fachkompetenz im Umgang mit den verschiedenen Maschinen und Geräten, eine klare und vollständige Befehlsgebung, das Überwachen von Sicherheitsvorschriften, methodisches Wissen sowie Kenntnisse über Teambildung und gruppendynamische Prozesse. Darüber hinaus setzen sich die Teilnehmer aktiv mit ihrer eigenen Auftretenskompetenz und ihrem persönlichen Führungsstil auseinander.

Die erarbeiteten Führungsinstrumente werden sogleich im Ausbildungsgelände umgesetzt. In Probelektionen schulen die angehenden Gruppenführer ihre Kollegen im Umgang mit Maschinen und Geräten. Dabei leiten sie ihr Team zu einer ziel- und fristgerechten Auftragsausführung an. Die gehaltenen Lektionen werden anhand einer Selbsteinschätzung sowie durch die Rückmeldungen der Kollegen und des Kursleiters mittels festgelegten Kriterien beurteilt.

Der Kurs endet mit der Beförderung der sichtlich stolzen, zukünftigen Kadermitgliedern durch die anwesenden Ausbildungschefs. Daniel Enzler, Kommandant der ZSO Zug, appelliert an die neuen Führungskräfte einen kollegialen Führungsstil zu pflegen, ohne dabei ambitiöse Ziele und das notwendige Durchsetzungsvermögen ausser Acht zu lassen. Er dankt allen neuen Gruppenführern für die Bereitschaft sich engagiert für den Zivilschutz einzusetzen und Verantwortung zu übernehmen.

Text: O. Füllemann

02.02.2011 Sirenentest: Zivilschützer drücken die Knöpfe – und der Bevölkerung die nötige Information in die Hand.

Etwas verdutzt nehmen die frühmorgendlichen Pendlermassen am Zuger Bahnhof die Nachricht auf: „Heute ist Sirenentest“, verkündet die Informationsgruppe der Zivilschutzorganisation Zug (ZSO) inklusive Kommandant Daniel Enzler. Sie verteilen im Bahnhof und in den Einkaufszentren Metalli und Zugerland gleich mehrere tausend Informationskarten übers Verhalten im Ernstfall. Deren Inhalt: Radio hören, den Anweisungen folgen, die Nachbarn informieren.

Die Zivilschützer bekommen zwar einiges an „Danke, ich kaufe nichts“ zu hören, notwendig ist die Aufklärung aber allemal: „Diese persönliche Mitteilung ist sehr hilfreich“, sagt ein Passant, „auch für Ausländer, die sonst überhaupt nicht mehr verstehen, was los ist, wenn die Sirenen losgehen.“

Es ist Mittwoch, der 2. Februar und wie jeden ersten Mittwoch im Februar werden um halb zwei Uhr alle fix montierten Sirenen im Kanton getestet, wie auch überall sonst in der Schweiz. Mehr als 8000 sind es landesweit. 47 Sirenen davon stehen im Kanton Zug und bei jeder Einzelnen sind Zivilschützer vor Ort, um nach der Auslösung durch die Polizeizentrale auch die direkte Auslösung der Sirenen zu testen: 79 Stabsassistenten der ZSO sind im Einsatz. Zusätzlich wurden an 5 Standorten im Kanton Zug Hörtest's mit Messgeräten durchgeführt. Das Amt für Zivilschutz und Militär trägt die Hauptverantwortung für die Organisation, Information und Auswertung des Sirenentests.

Zusätzlich zu den fix installierten Systemen testen die Zuger Feuerwehren ihre 24 mobilen Sirenen. Und tatsächlich pünktlich um halb zwei geht das Geheul los: Das Zeichen für den allgemeinen Alarm dröhnt laut und regelmässig im Kanton, und Robert Ascher, Gesamtverantwortlicher für den Einsatz, ist zufrieden. „1 Sirene funktionierte nicht und 2 Sirenen sind zu leise. Die Sirenen werden in den nächsten Tagen durch eine Fachfirma kontrolliert und instand gestellt. Ansonsten ist der Einsatz absolut reibungslos und sehr gut vonstatten gegangen.“

02.02.11, Falco Meier

20.-21.01.11 Stabsarbeitstage 2011

Für einmal traf sich das Kommando der Zivilschutzorganisation nicht wie üblich in der Zivilschutzanlage Schönau sondern verbrachte zwei Tage im Eidgenössischen Ausbildungszentrum Schwarzenburg (BE). Dieses Jahr stand weit mehr als die übliche Stabsarbeit auf dem Programm.

(csc) Dass Sicherheitspolitik nicht eine trockene Materie sein muss, konnten die Offiziere des Kommandos gleich zu Beginn merken. Mit viel Begeisterung stellte Thomas Breu vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz (BABS) den Sicherheitspolitischen Bericht 2010 vor und zeigte dank historischen und gesellschaftlichen Bezügen interessante Aspekte der Sicherheitspolitik auf. Der darauf folgende Film dokumentierte die Katastrophenübung in Steinhausen, die letztes Jahr im Kanton Zug rund eintausend Einsatzkräfte auf Trab gehalten hatte. Im Anschluss an den Film informierten sich die Offiziere über das neue Funksystem POLYCOM, welches im Kanton Zug unmittelbar vor der Einführung steht. Dieses System ermöglicht es dem Zivilschutz, flächendeckend mit den Partnerorganisationen kommunizieren zu können.

Am Nachmittag stand dann die Praxis im Vordergrund: Bei Schneetreiben und kaltem Wind hetzten die Offiziere in kleinen Teams durch die malerische Landschaft rund um Schwarzenburg und absolvierten verschiedene Posten, bei denen viel Fachwissen gefragt war. Das Lesen der Karte und die Kommunikation mit der Übungsleitung über das Funksystem POLYCOM bildete dabei das Rückgrat der Übung.

Auch der nächste Tag begann früh: Um 7 Uhr trafen sich die Offiziere in einem perfekt eingerichteten Kommandoposten. In einer Eins-zu-Eins-Übung galt es, eine Katastrophe im Raum Schwarzenburg zu bewältigen. Manch einer war glücklich, dass die Übung diesmal im warm geheizten Kommandoposten stattfand und Schnee und Kälte für einmal aussen vor blieben.

22.11.10 Jahresrapport 2010

Am 22. November 2010 fand im Saal Heinrich von Hünenberg der Jahresrapport 2010 der Zivilschutzorganisation (ZSO) statt. Kommandant Daniel Enzler stellte zufrieden fest: "Bald schon liegt ein intensives und anstrengendes Jahr hinter uns - ein gutes Jahr für die ZSO. Die gesteckten Ziele wurden erreicht, teilweise sogar übertroffen."

Die im Jahr 2010 von der ZSO erbrachten Leistungen, die Kommandant Daniel Enzler im Rückblick passieren liess, dürfen sich wahrhaftig sehen lassen. Nebst der intensiven Aus- und Weiterbildung der Rekruten, der Spezialisten und des Kaders wurden - zum Teil in Zusammenarbeit mit anderen Hilfsorganisationen - mehrere Grosseinsätze erfolgreich gemeistert.

Einsätze
Im Dezember 2009 lieferte die ZSO 20'180 Dosen Impfstoff mit Zubehör gegen die Schweinegrippe fachgerecht und pünktlich aus. Rund 90 Zivilschützer waren wie jedes Jahr für den Sirenentest auf Trab. Mit insgesamt 768 Diensttagen unterstützten 163 Zivilschützer den Verein Tixi Fahrdienst. Die ZSO trug wesentlich dazu bei, dass das 57. Zentralschweizer Jodlerfest, das im Juli in Baar stattfand, reibungslos ablief. 148 Zivilschützer leisteten dabei 580 Diensttage. Der Baarer Gemeindepräsident Andreas Hotz lobte: "Die ZSO hat mit ihrer professionellen Arbeit viel zum guten Gelingen des Jodlerfestes beigetragen. Dafür gebührt ihr mein aufrichtiger Dank."

Beförderungen
Kommandant Daniel Enzler freute sich über die Beförderung von 24 Unteroffizieren, zwei Wachtmeistern, vier Feldweibeln/Fourieren und 26 Offizieren.

Die Liste und Bilder der Beförderten und Entlassenen finden Sie in der Rubrik Beförderungen.

16.-17.11.10 Wiederholungskurs Sanität

Am 16. und 17. November 2010 galt es für die Pflegeassistenten und Transporthelfer der Zivilschutzorganisation wieder einmal ernst. In mehreren Theorie-Blöcken und Vorträgen wurde das Wissen der Teilnehmer aufgefrischt und die neusten Erkenntnisse der Erstversorgung am Unfallort vermittelt.

Die knapp 40 Dienstleistenden teilten sich in mehrere Gruppen auf. Der theoretischen Auffrischung folgten umgehend die Praxisübungen. Anhand von verschiedenen Fallbeispielen probten die Teilnehmer den Ernstfall. So wurden die Pflegeassistenten mit diversen Unfällen, natürlich alle gestellt, konfrontiert: Myokardinfarkte, Cerebrovaskuläre Insulte, Fermurfrakturen oder stumpfe Thoraxtraumata, um nur einige zu nennen.

Transporthelfer David Schneider auf die Frage, was er aus dem Wiederholungskurs mitnehmen kann: „Ich finde es richtig und wichtig, solche Kurse in regelmässigen Abständen zu wiederholen. Mein Wissen kann ich auch im Alltag einsetzen, denn richtige Erstversorgung und Betreuung kann Leben retten!“

Text: Oliver Rudolf

10.-12.11.10 Kaderkurs Gruppenführer Spezialisten

Eine Gruppe von 5 – 10 Leuten zu leiten, sein eigenes Fachwissen gewinnbringend weiterzugeben sowie ein Team auch für schwierige Aufgaben zu motivieren, will gelernt sein. Im Kaderkurs Gruppenführer Spezialisten vom 10. bis 12.11.2010 setzen sich die angehenden Führungskräfte mit ihrer eigenen Auftretenskompetenz, ihrem persönlichen Führungsstil, aber auch mit einer zielorientiertem Arbeitsweise sowie Problemlösungsstrategien auseinander.

Dies geschieht einerseits durch theoretische Inputs des Kursleiters Mike Henzi und andererseits durch praktische Übungssequenzen. In Probelektionen setzen die angehenden Gruppenführer die erlernten Ausbildungsinhalte um. Dabei vermittelten sie den anderen Kursteilnehmern inhaltliches Wissen aus ihrem Spezialgebiet. Die thematischen Inhalte erstrecken sich dabei von der Kartenführung im Ereignisfall, welche zur Lagebeurteilung dient, über die Handhabung und den Einsatz von Kompressoren und Beleuchtungsanlagen für den Einsatz im Gelände bis hin zum Leisten von Erster Hilfe. Die gehaltenen Lektionen werden anhand einer Selbsteinschätzung sowie durch die Rückmeldungen der Kollegen und des Kursleiters mittels festgelegten Kriterien beurteilt.

Der Kurs endet mit der Beförderung der sichtlich stolzen Spezialisten zu Gruppenführern. Die angehenden Führungskräfte haben sich in den letzten drei Tage intensiv auf ihre neue Aufgabe vorbereitet und sich mit den Themen Teambildung und –Führung sowie Methodik und Didaktik auseinandergesetzt.

Daniel Enzler, Kommandant der ZSO Zug, appelliert an die neuen Führungskräfte, einen kollegialen Führungsstil zu pflegen, ohne dabei ambitiöse Ziele und das notwendige Durchsetzungsvermögen ausser Acht zu lassen. Er dankt allen neuen Gruppenführer für die Bereitschaft, sich engagiert für den Zivilschutz einzusetzen und Verantwortung zu übernehmen.

Bilder der Beförderten finden sich in der Rubrik Beförderungen.

26.-29.10.10 KVK/WK Betreuungskompanie 1 - 2010

Das Kader der Betreuungskompanie 1 rückte für den Kadervorkurs am 26.10.2010 ins Ausbildungszentrum Schönau ein. Ziel des Kadervorkurses (KVK) war die Vorbereitung des bevorstehenden Wiederholungskurses (WK) vom 28./29.10.2010.

Am Nachmittag des 27.10.2010 rückten die Motorfahrer zu einer Fahrschule ein. Unter Leitung des Kompaniekommandant, Hauptmann Rolf Steinmann wurden Vorbereitungen getätigt und das Kader auf den neusten Informationsstand gebracht.

Die Ausbildungsthemen für den diesjährigen WK vom 28.-29.10.2010 waren:

Einrichten, Führen und Evakuieren von Betreuungsstellen
In folgenden Anlagen wurden Kurzlektionen mit den Themen Einrichten, Führen und Evakuieren von Betreuungsstellen durchgeführt: Betreuungsstelle Sternmatt II in Baar und Chilematt in Steinhausen.

Die Sicherstellung der Alarmierung
Die Personalien für die Alarmierung wurden mittels Probealarm kontrolliert und wo nötig korrigiert.

Bekämpfung von Entstehungsbränden
Unter der Leitung des Vertreters der Gebäudeversicherung Major Marco Cervini und eines Vertreters der freiwilligen Feuerwehr Zug, Materialwart Roland Föhn, wurden alle der Betreuungskompanie 1 in der Bekämpfung von Entstehungsbränden geschult.

Grund- und Refreshkurs BLS/AED
Unter der Leitung von Samariterlehrer/innen wurden alle der Betreuungskompanie 1 im Bereich BLS/AED mittels eines Grundkurses oder Refreshkurses geschult.

BLS = Basic Life Support oder Lebensrettende Basismassnahmen
AED = Automated external defibrillation oder Automatische externe Defibrillation

Verkehrsdienst
Unter der Leitung von drei Unteroffizieren der Sicherheitskompanie wurden alle der Betreuungskompanie 1 im Bereich des Verkehrsdienstes, welche zum ersten Mal durchgeführt wurde, theoretisch und praktisch geschult.

Funk
Bei der Funkausbildung, welche ebenfalls zum ersten Mal durchgeführt wurde, wurde das Schwergewicht auf die Sprechregelung im Funkverkehr gelegt.

Beleuchtungsmittel
Bei der Ausbildung der Beleuchtungsmittel, welche ebenfalls zum ersten Mal durchgeführt wurde, stand der Beleuchtungsanhänger der ZSO im Mittelpunkt. Dabei wurden das fachgerechte Aufstellen, die Inbetriebnahme und die Ausserbetriebnahme der zur Verfügung stehenden Beleuchtungsmittel geschult.

Der WK verlief ruhig, unfallfrei und in einem geordneten Umfeld.

29.10.10/Oliver Füllemann, Instruktor
 

18.-19.10.10 WBK Tierseuchengruppe

2006 drohte die Vogelgrippe eine ernste Gefahr zu werden. Wie wir wissen, kam es glücklicherweise nicht so weit. Doch wäre die Geschichte anders verlaufen - viele Kantone wären auf dem falschen Fuss erwischt worden - auch der Kanton Zug. Diese Erkenntnis gab den Ausschlag, innerhalb der Zivilschutzorganisation eine Gruppe zu gründen, welche auf solche Szenarien vorbereitet ist.

Es ist keine Gruppe gegen die Vogelgrippe allein: Maul- und Klauenseuche, BSE und Blauzungenkrankheit sind nur einige Krankheiten, welche für Mensch und Tier gefährlich sind. Die Tierseuchengruppe ist wohl die einzige Gruppe im Zivilschutz bei der das Töten zum Tagesgeschäft gehört. Wenn sie einrücken, ist es für Behandlung und Heilung längst zu spät. Tiere müssen en Masse getötet und sicher abtransportiert werden. Kein Keim, kein Virus darf die kontaminierte Zone verlassen.

Seuchenbekämpfung beim Zivilschutz
Auf dem Rütihof in Holzhäusern ist fiktiverweise eine solche Seuche ausgebrochen. Der Stall gilt in der Simulation als kontaminiert und gehört in Quarantäne. Innert Minuten wird das Gelände eingezont. Ein Dekontaminierungs-Zelt bläst sich innert Sekunden auf. Männer in dunklen Schutzanzügen und Atemmasken übernehmen den bäuerlichen Betrieb.

Vor dem Stall von Franz Blaser wird ein Übergang für Fahrzeuge und eine Schleuse für Personen erstellt. Fahrzeuge fahren über eine spezielle Natriumhydroxid-Lösung zur Entkeimung der Reifen. Personen dürfen nur mit Schutzanzügen rein und verlassen die Zone erst nach einer Desinfizierung und Dusche. Die Overalls und die darunterliegende Kleidung - alles wird verbrannt.

Seuchenbekämpfung ist gefährlich. Selbst durch kleinste Ritzen zwischen Anzug und Gesichtsmaske können Keime in den menschlichen Organismus eindringen. Es ist eine spannende Aufgabe. Für die eigene Sicherheit garantieren erfahrene Kameraden und genügend Übung.

Text: Denis Krienbühl
Photos: Stefan Angst

29.09.10 Besuchstag Zivilschutz-Rekrutenschule III/2010

Am Mittwoch, den 29. September 2010 fand anlässlich der Rekrutenschule für Pioniere und Stabsassistenten der offizielle Besuchstag statt. Ein gutes Dutzend Angehörige und Freunde der Rekruten fanden sich pünktlich um 09:30 Uhr in der Zivilschutz-Anlage Engelberg (OW) ein. Dort wurden sie erst mal mit Kaffee und einem kleinen Imbiss in Empfang genommen.

Nach der Begrüssung der Gäste und der Vorstellung der Kaderleute durch die Kommandanten bekamen die Besucher und Besucherinnen einen theoretischen Überblick über die Organisation und Strukturierung des Zivilschutzes sowie dessen Aufgabe in der heutigen Zeit. Danach besuchte man diverse Baustellen der Pioniere. Dort wurden Wanderwege gegen Abrutsche gesichert, Schutzwände gegen Steinschlag errichtet oder Felsen für eine Sprengung vorbereitet.

Wieder zurück in der Anlage servierten die Köche den Gästen erst einen feudalen Apéro und anschliessend das Mittagessen.

Am Nachmittag kamen die Angehörigen in den Genuss einer Führung durch die Anlage. Diese bietet Platz für 400 Personen und ist nebst Liegeräumen, Aufenthaltsraum, einer Küche und sanitären Anlagen sogar mit einem zweckmässigen Operationssaal ausgestattet. Zu guter Letzt präsentierten die Stabsassistenten noch Tätigkeiten ihres Aufgabengebietes. Sie führten vor wie im Ernstfall Informationen via Funk- und Feldtelefon bereitgestellt werden.

So ging ein interessanter Tag zu Ende und manch einer der Gäste verliess das Areal mit einer ganz neuen Sichtweise über den Zivilschutz.

25.08.10 Besuchstag Rekrutenschule II/2010 - An der Aufgabe wachsen

Rund 15 Personen machen sich am Besuchstag der Rekrutenschule II/2010, am 25. August 2010, ein eigenes Bild vom Zivilschutz.

Nach einem kurzen Überblick über die Zivilschutzorganisation bricht ein Allradkonvoi mit drei Fahrzeugen in Richtung Naas/Ramenegg in Oberägeri auf. Durch Holzschlag im Schutzwald sind unzählige Äste in das Bachbett gelangt. Beim Entfernen von herumliegendem Holz auf einer Länge von 150 Metern können die Zivilschützer das vorher Gelernte in der Praxis anwenden. Eine weitere Gruppe Pioniere erleichtert gleichzeitig im Lorzentobel den Bach um 800 Kilogramm Material.

Nach dem gemeinsamen Mittagessen in der Festhütte Morgarten zeigen die Stabsassistenten ihr Können in den Bereichen Leitungsbau, Informationsübermittlung und Führungsunterstützung.

Am Nachmittag steht für die Besucher und Besucherinnen eine Bunkerbesichtigung mit Führung in Unterägeri auf dem Programm.

Der Besuchstag endet mit vielen positiven Rückmeldungen, vor allem zu den sinnvollen Einsätzen, die der Zivilschutz heutzutage leistet, im Ausbildungszentrum Schönau in Cham.