Heroin (Opiate)
Heroin ist ein halbsynthetischer Abkömmling des Morphins. Heroin hat eine schmerzstillende Wirkung und beeinflusst die Stimmungslage der Konsumierenden in Richtung einer Steigerung von Euphorie und Lust und einer Verminderung von Angst und Unlust. Heroin weist ein sehr hohes Abhängigkeitspotenzial auf. Schon ein kurzzeitiger, regelmässiger K onsum kann genügen, um eine körperliche und psychische Abhängigkeit zu erzeugen.
Heroin wird geschnupft oder mittels Spritze intravenös angewendet. Daneben ist das Inhalieren von Heroindämpfen, das sogenannte „Folienrauchen“ ebenfalls in Mode gekommen. Injektionstechnik und –hygiene haben direkte Folgen für die Infektionsrisiken beim Heroingebrauch. Unsachgemässe und unsterile Injektionen können Blutvergiftungen, Hautentzündungen, Abszesse sowie HIV-Infektionen ( Aids) und Leberinfektionen (Hepatitis A bis E) verursachen. Treten Unkenntnis über die Menge und Konzentration sowie toxische Verunreinigung des gespritzten Stoffes hinzu, wächst das Risiko für akute (Überdosis) oder chronische Vergiftungen beim Heroinkonsum.
Bei Mehrfachkonsum von Drogen (einschliesslich Alkohol und Medikamente) - was heute bei den meisten der Heroinkonsumierenden der Fall ist - kann es zu schwer kalkulierbaren und gefährlichen Summierungseffekten kommen. Methadon - ein synthetisches Opiat - wird oft als Heroinersatzmittel abgegeben.
Heroin unterliegt dem Betäubungsmittelgesetz (BtmG). Besitz, Erwerb und Handel damit sind strafbar.
