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Glücksspielsucht

Das Glücksspiel ist für viele Menschen ein harmloses Freizeitvergnügen. Doch für einige wird das Glücksspiel zu ihrem wichtigsten Lebensinhalt, bietet Raum für Fantasien und lässt das schnelle Geld greifbar nah erscheinen. Diese Menschen werden abhängig vom Glücksspiel und ruinieren sich und ihre Familien. Solche Personen sind durchaus bereit, ihre Arbeitsstelle zu riskieren, sich hoch zu verschulden, zu lügen oder Gesetze zu übertreten, um sich Geld zu beschaffen oder um sich der Schuldentilgung zu entziehen. Sie verspüren einen starken Drang zu spielen, der nur schwer zu kontrollieren ist, zusammen mit einer intensiven gedanklichen Beschäftigung mit dem Glücksspiel und den damit verbundenen Begleitumständen. Die Beschäftigung und der Drang nehmen in Zeiten zu, die als stresshaft empfunden werden.
Spielsüchtige können ihre Sucht oft jahrelang verheimlichen, da keine offensichtlichen Anzeichen wie der Alkohol- oder Drogensucht deutlich werden. Dennoch gibt es Symptome, die auf eine Spielsucht hindeuten. So haben Spieler meistens keine Zeit und kein Geld und sie verwenden viel Fantasie darauf, sich dafür zu rechtfertigen. Beliebte Ausreden sind beispielsweise: „Die Geldbörse wurde gestohlen oder ist verloren gegangen, ein Freund hat sich Geld geliehen, das Auto musste in die Reparatur“ o.ä. Weitere Anzeichen sind Unruhe und Gereiztheit bis zur Aggressivität, aber auch Verschlossenheit und innerliche Abwesenheit. Neben der akuten Belastung für die Spielsüchtigen und ihr soziales Umfeld entstehen auch soziale und psychische Folgeschäden.