Suchtprobleme am Arbeitsplatz
Alkohol gehört zum Lebensstil vieler Menschen. Es ist wahrscheinlich, dass von 10 bis 20 Angestellten mindestens eine Person ein ernsthaftes Alkoholproblem hat. Das hat für den Betrieb sowohl in Bezug auf das Arbeitsklima wie auch in finanzieller Hinsicht negative Folgen. Alkoholabhängige erbringen am Arbeitsplatz bis zu 25% weniger Leistung. Die oder der Betroffene ist trotz grösster Anstrengungen oft nur noch beschränkt einsatzfähig. Denk- und Reaktionsvermögen sind verlangsamt. Ausfälle häufen sich. Alkoholabhängige fehlen häufiger und länger am Arbeitsplatz als ihre gesunden Kolleginnen und Kollegen. Gemäss einer deutschen Untersuchung sind bei einem Drittel aller Unfälle am Arbeitsplatz 1,2 bis 2,4 Promille Alkohol im Spiel: Alkoholabhängige verursachen überdurchschnittlich viele Arbeitsunfälle.
Die Suchtmittelprobleme Einzelner im Betrieb sind ein Problem für alle Mitarbeitenden, weil sie die Ausfälle der kranken Kolleginnen und Kollegen kompensieren müssen. Das bedeutet Mehrarbeit für Mitarbeitende, stiftet Unfrieden und belastet Vorgesetzte im verstärktem Masse.
Das Image des Unternehmens leidet, wenn sich herumspricht, dass gegen Suchtmittelprobleme nichts unternommen wird. Ganz egal, ob im Büro oder in der Produktion: Suchtmittel am Arbeitsplatz sind ein Problem, welches wegen des Betriebsklimas, des Unfallrisikos und aus wirtschaftlichen Gründen nicht ignoriert werden sollte.
Weiterführende Informationen zum Thema finden Sie auf der Homepage der Schweiz. Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme SFA/ISPA (www.alkoholamarbeitsplatz.ch).

