Geschichte
Der Name
Der Ursprung des Namens Hünenberg kann nicht mit Sicherheit belegt werden. Hünenberg ist eine typisch hochmittelalterliche Namensbildung, ein Burgname, der sekundär auf die Umgebung und das heutige Dorf übertragen wurde.
Vorgeschichtliche Zeit
Eiszeitliche Gletscher formten unser Gebiet. Viele Findlinge, die der Reussgletscher hier ablagerte, legen noch heute davon Zeugnis ab.
Im Gebiet des Strandbades sind jungsteinzeitliche Siedlungen nachgewiesen.
Die Eisenzeit und die Römer haben in der Eichmatt ihre Spuren hinterlassen, was auch bei der Burgruine der Fall ist.
Frühmittelalter
In einem Gräberfeld beim Hof Marlachen wurden im Jahre 1887 alemannische Funde (Glasperlenkette, Äxte, Lanzenspitzen usw.) aus dem 7. Jahrhundert entdeckt.
Geschichtliche Zeit
1173
Mit Walter (Waltherus) von Hunberg wird erstmals der Name Hünenberg aktenkundig. Aber erst im 13. und vor allem in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts entwickelte sich das Rittergeschlecht Hünenberg zum bedeutendsten Ministerialadel des Kantons Zug mit Besitzungen und Lehen nicht nur auf Zugerboden, sondern auch im Luzernischen, im Aargau und am Zürichsee. Ihre Stammburg errichteten die Edlen von Hünenberg auf einem Vorgängerbau im Burgwald am südwestlichen Dorfeingang.
Politisch hatten die Herren von Hünenberg keine bedeutenden Ämter inne. Mit dem allgemeinen Niedergang des Rittertums verlegten auch viele Hünenberger ihren Wohnsitz in die Städte (Zug, Zürich, Luzern, Bremgarten, Rapperswil, Schaffhausen). Einige suchten sich auch mit der jungen Eidgenossenschaft zu arrangieren. So soll der Sage nach ein Heinrich von Hünenberg im Jahre 1315 am Vorabend zur Schlacht am Morgarten den Schwyzern bei Arth einen Pfeil über die Letzimauer geschossen haben mit der Botschaft: «Hütet euch am Morgarten am Tag vor St. Othmar».
1388
Ein habsburgischer Vergeltungsraubzug suchte das Gebiet von Hünenberg und Umgebung heim. Gehöfte wurden geplündert und gingen in Flammen auf. Die Zuger unter ihrem Ammann Hans von Hospental wollten den Habsburgern das Raubgut wieder abnehmen. Es kam zum missglückten Gefecht an der Totenhalde am Heiligabend des Jahres 1388, wo 42 Zuger starben, darunter auch Hünenberger und der Anführer Hans von Hospental. Der Name Totenhalde (Tuotenhalde, Dottenhalden ....) aber war schon vor diesem Kampfe bekannt.
1392
Der Name Wart ist erstmals aktenkundig.
1402
Ritter Göpf II. wird als letzter Bewohner der Burg Hünenberg genannt. Bald darauf muss er sie verlassen haben.
1414
Junker Hartmann VIII. wohnhaft in Bremgarten verkaufte am 17. Januar dieses Jahres Burgstall, Land, Wald und Recht an die Gebrüder Jenni, Uli und Heini Bütler sowie an deren Vetter Welti Bütler aus der Stadelmatt. Zwei Jahre später erfolgte ein weiterer Verkauf von Besitzungen Hartmanns und Götz’ II. an 50 Hünenberger Bauern.
1416
Diese Stammväter der Gemeinde Hünenberg bezeichnet man somit als «Genossen». Sie schlossen am Sebastianstag mit der Stadt Zug einen Burgrechtsvertrag ab, der bis zur französischen Revolution die Hauptgrundlage des politischen Gemeindelebens blieb. Die Genossen anerkannten die Zuger als ihre Herren unter Beibehaltung der bisherigen Freiheiten, Rechte und Gewohnheiten, hatten aber auch das Recht, einen selbst erwählten Zuger Bürger als Obervogt zu erbitten. Gemeinsam mit ihm bestimmten sie die Geschicke der Gemeinde. Hünenberg war daher eine bevorzugte Vogtei der Stadt Zug. Später in Hünenberg Wohnsitz Nehmende bezeichnete man als Beisassen, die kein Stimm- und Wahlrecht besassen. Diese Ordnung galt bis 1798.
1475
Die vom süddeutschen Baumeister Hans Felder im Auftrag der Stadt Zug erbaute Kirche St. Wolfgang wurde vom Konstanzer Bischofsvikar Zehnder geweiht. St. Wolfgang entwickelte sich zu einem viel besuchten Wallfahrts- und Pilgerort.
1486
Das ausserordentlich reich verzierte Chorgestühl von Meister Ulrich von Rosenstain fand anlässlich der Weihe des vierten Altars in St. Wolfgang seinen Standort.
1495
Am viel begangenen Handelsweg von Luzern nach Zürich entstanden in St. Wolfgang zwei Herbergen. Auf eine geht das heutige Rössli zurück.
1496
Das einzigartige Sakramentshäuschen von Ulrich von Rosenstain wurde an der nördlichen Chorwand eingebaut.
1507
In St. Wolfgang fand das erste Innerschweizerische Schützenfest statt. Es dauerte mehrere Tage. Geschossen wurde auf frei hängende Scheiben aus 240 Schritt Entfernung. Im Berner Staatsarchiv befindet sich noch das Einladungsschreiben an die Berner Schützen.
1512
An der grossen Söldnerlandsgemeinde in St. Wolfgang wurde beschlossen, im Dienste des Papstes gegen den französischen König Ludwig XII. in den Mailänderkrieg zu ziehen.
1539
Das Gesellenhaus Wart wird als neu gebaut erwähnt. Es stand 30 m südlich vom heutigen Standort.
1627
Bei einem schweren Fährunglück - eine überladene Fähre kenterte - ertranken 40 Hitzkircher Pilger in der Reuss. Sie befanden sich auf der Heimreise von ihrer Wallfahrt nach Einsiedeln,
1641
Die Stadt Zug errichtete bei Sins eine gedeckte Holzbrücke, die den Fährdienst ablöste. Einerseits bildete dieser Brückenkopf einen wichtigen strategischen Punkt, anderseits diente die neue Brücke auch wirtschaftlichen Erwägungen, und nicht zuletzt wollte man weiteren Fährunglücken vorbeugen. Für die Überquerung der Brücke musste ein Brückenzoll entrichtet werden. Für den ersten Zolleinnehmer erstellte die Stadt Zug ein Zollhaus.
1664
Das Gemeindelibell, ein Buch, in dem die Rechtsgrundlagen der Gemeinde geregelt waren, wurde neu angefertigt. Der stattliche Pergamentband liegt im Archiv der Bürgergemeinde Hünenberg.
1684
Die Wart wurde am jetzigen Standort errichtet. Sie diente als Gerichts- und Rathaus, denn hier verhandelten der Untervogt und die vier gewählten Vertreter von Hünenberg, Vierer genannt, mit dem Zuger Obervogt, und es wurde auch Gericht gehalten. Zudem diente die Wart als Versammlungsort.
1686
Bau des Schützenhauses gegenüber der Wart.
1694
Gründung der Hünenberger Schützengesellschaft. Sie gilt als ältester Verein unserer Gemeinde.
1702
An Maria Lichtmess zerstörte eine Feuersbrunst die Wart. Dabei wurden verschiedene Dokumente und Schriften vernichtet. Schon ein Jahr später war die Wart wieder aufgebaut.
1712
Der Platz östlich der Wart wurde mit acht Linden genau in einem Viereck eingefasst. Er wurde somit Lindenplatz genannt. Weil auf diesem Platz die Hünenberger ihrem Obervogt jeweils den Treueid schworen, hiess er auch Schwörplatz. Hier wurden zu Vogteizeiten ebenfalls junge Hünenberger unter der Anleitung eines Zuger Offiziers in der Waffenhandhabung ausgebildet.
1718
Das Zollhaus bei der Reussbrücke wurde neu erstellt.
1760
Gerichtsschreiber Joan Adam Gretener richtete in der Wart erstmals eine Schule ein.
1762
Bau der ersten Weinrebenkapelle anstelle eines Feldkreuzes. Sie wurde wenige Jahre später vergrössert.
1798
Am 11. Februar 1798 gewährte die Stadt Zug ihren Vogteien, somit auch Hünenberg, die Freiheit.
Am 29. April raubten die einfallenden Franzosen die Wart aus. Das Silbergeschirr und verschiedene Dokumente gingen verloren. Darauf folgte bis 1801 eine lange Zeit der Besetzung durch französische Soldaten und deren Einquartierungen, was viel Leid und Not verursachte. Allein in den Gemeinden Cham und Hünenberg waren 23'744 Mann und mehr als 3'000 Pferde einquartiert.
Gemäss der helvetischen Verfassung gingen die neuen politischen Gemeinden aus den Kirchgemeinden hervor. Aus diesem Grund bildeten Cham und Hünenberg eine gemeinsame Munizipalität.
1799
In einer am 1. April durchgeführten Abstimmung entschied sich Hünenberg mit grosser Mehrheit für die Trennung von Cham.
Franz Basil Gretener wurde erster Gemeindepräsident der selbstständigen Gemeinde Hünenberg.
1809
Die alte Holzbrücke über die Reuss bei Sins wurde restauriert.
1816
Die Genossen und die Beisassen beendeten einen jahrzehntelangen Streit um Gleichberechtigung und bildeten in der Folge gemeinsam die Korporation Hünenberg. Die Wart, ehedem Besitz der Genossen, wurde dabei zum Korporationsgut.
Die weltweiten Missernten brachten auch Hünenberg ein katastrophales Hungerjahr.
1818
Der vom Zuger Historiker Dr. Franz Karl Stadlin herausgegebene erste Band der «Topographie des Kantons Zug» war vollständig der jungen Gemeinde Hünenberg gewidmet.
1822
Einrichtung eines Armenhauses in der Langrüti.
1847
Um den Sonderbundstruppen von General Dufour den Einmarsch in den Kanton Zug zu verwehren, wurde das rechtsufrige Joch der Reussbrücke bei Sins gesprengt.
1852
Der gesprengte Teil der Reussbrücke wurde neu erstellt.
1860
Letzter Maitlimarkt auf der Reussbrücke. Neben dem Marktgeschehen im Mai wurden oft auch Dienstboten für die Höfe der Umgebung gedungen. Deshalb der Name «Maitlimarkt».
1861
Das Primarschulwesen wurde Sache der Gemeinde Hünenberg mit den zwei Schulkreisen Matten und Ehret, wo jeweils ein Lehrer unterrichtete. Die Gemeinde erstellte zwei Schulhäuser.
1874
Entstehung der Einwohnergemeinde Hünenberg.
1880
Familie Josef Luthiger-Stocker eröffnete in Hünenberg die erste Gemischtwarenhandlung.
1881
Bau der Eisenbahnbrücke bei Meisterswil.
1896
Im Gasthaus Degen wurde die erste Telefonsprechanlage in Hünenberg installiert.
1910
Die Reuss durchbrach an verschiedenen Stellen zwischen Drälikon und Stadelmatt den Damm. Die Gegend verwandelte sich für einige Tage zu einem See, der bis zum Reussspitz reichte.
1912
Die Reuss trat erneut über die Ufer und richtete grossen Schaden an.
Gründung der Elektrizitäts-Genossenschaft. Im November brannten in Hünenberg erstmals elektrische Glühbirnen.
1915
Beginn der Reussdammverbauung. Die Bauzeit dauerte einige Jahre. Die Kosten beliefen sich auf über Fr. 2 Mio.
1922
Einweihung des Wasserreservoirs auf dem Chnoden. Hünenbergs Häuser konnten mit Wasser versorgt werden. Der Feuerwehr standen 67 Hydranten zur Verfügung.
1926
Die Wart wurde eingehend restauriert. Kunstmaler Heinrich Appenzeller schuf die neue Fassadenmalerei.
1933
Einweihung des neuen Schulhauses Matten. Die Kosten beliefen sich auf Fr. 164'000.—.
1934
Jahrhunderte lang bildete der Weiler St. Wolfgang mit der Kirche und vier Wohnhäusern eine Exklave der Stadt Zug. Nach mehrjährigen Verhandlungen stimmte die Einwohnergemeindeversammlung der Stadt Zug der Abtretung des Weilers St. Wolfgang an die Gemeinde Hünenberg zu, wobei vereinbart wurde, dass während der folgenden 50 Jahre die Hälfte der Steuereinnahmen von St. Wolfgang an Zug abgeliefert werden müsse. Im Jahre1958 verzichtete die Stadt jedoch darauf, da es sich bloss noch um einen Steueranteil von Fr. 624.10 handelte.
1937
Eröffnung der Badanstalt Kemmatten.
1938
Gründung der Darlehenskasse, heute Raiffeisenbank.
1940
Einweihung der Mühlauer Brücke. Sie ersetzte den letzten Fährbetrieb über die Reuss.
1942
Ein Lager, bestehend aus sechs Baracken für internierte Polen, wurde in der Nähe der Pumpanlage Drälikon eingerichtet. Die Internierten wurden vor allem zur Rodung von Wäldern eingesetzt, wie es die bundesrätliche Verordnung zur Vergrösserung von Ackerflächen, die der Selbstversorgung der Schweiz mit Lebensmitteln dienen sollte, vorsah.
1944
Die Korporation Hünenberg kaufte den Burghügel. Kantonsrat und Lokalhistoriker Emil Villiger aus Cham begann mit der Ausgrabung der Burgruine. Sie wurde später unter den Schutz der Eidgenossenschaft gestellt.
1946
Ein Brand zerstörte das so genannte Polenlager. Es wurde nicht wieder aufgebaut.
1947
Restauration der gotischen Kirche St. Wolfgang unter der Oberaufsicht des eidgenössischen Denkmalpflegers Dr. Linus Birchler. Dabei wurden im Langhaus Wandmalereien aus dem späten 16. Jahrhundert entdeckt. Das spätgotische Sakramentshäuschen kam nach 100-jähriger Absenz (Kirche St. Oswald in Zug) wieder an seinen angestammten Platz zurück.
1949
Das trockenste Jahr seit Menschengedenken!
1951
Flugjahr der Maikäfer: In Hünenberg wurden 10'572 Liter Maikäfer gesammelt.
1953
Bau des Schulhauses Ehret A und mit ihm auch der ersten Turnhalle.
1954
Das Wasserwerk Hünenberg verkaufte ihre Anlagen an die Wasserwerke Zug.
1962
Erlass der ersten gemeindlichen Bauordnung.
1963
Eröffnung der Sekundarschule in Hünenberg. Bruno Setz wurde erster Sekundarlehrer.
1965
Das Dorf Hünenberg erhielt Anschluss ans Netz der Zugerland Verkehrsbetriebe (ZVB).
Erdölbohrung im Oberlangholz durch die Schweizerische Erdöl AG.
1968
Ein in Kemmatten geplantes Primarschulhaus, das von Kindern aus Hünenberg und Cham hätte besucht werden sollen, wurde mangels der erhofften Schülerzahl nicht realisiert. Vom Schulhausprojekt kam daher nur das Kindergartengebäude zur Ausführung, das von zwei Doppelprimarklassen belegt wurde.
1969
Die Kläranlage Giessen wurde ihrer Bestimmung übergeben.
Eröffnung der Musikschule.
Ein Gemeinde umfassendes Projekt: Kirchen- und Saalbazar (KISABA) brachte einen Reingewinn von rund Fr. 250'000.— ein.
1971
Erste Industriebauten im Bösch.
1974
Das Oberstufenschulhaus Ehret B wurde mit einem frohen Kinderfest eingeweiht.
Der einzigartige Waldfriedhof konnte seiner Bestimmung übergeben werden.
Eröffnung der Autobahn Gisikon-Cham, die unsere Gemeinde durchschneidet.
1975
Das Oberstufenschulhaus Ehret B konnte bezogen werden.
Einweihung des Gemeindezentrums mit dem Saal «Heinrich von Hünenberg» und der Kirche Heilig Geist.
Als erster Pfarrer der neu errichteten römisch-katholischen Pfarrei Hünenberg wurde Markus Fischer eingesetzt.
Zum 500-Jahr-Jubiläum der Kirche St. Wolfgang führte der Kirchenchor das Freilichtspiel «Der Tänzer unserer lieben Frau» auf.
1979
Die neue Gemeindekanzlei an der Chamerstrasse wurde feierlich eingeweiht, gemeinsam mit einem neuen Postbüro, einer Filiale der Zuger Kantonalbank, Polizeiposten, Metzgerei und einem Lebensmittelgeschäft.
1980
In Kemmatten konnte ein neues Primarschulhaus eingeweiht werden.
1983
Als erste reformierte Pfarrerin trat Marianne Reifers in Hünenberg ihr Amt an. Als Gottesdienstraum diente ein Pavillon an der Zentrumstrasse.
1984
Im Rony wurde ein Primarschulhaus für 13 Klassen eröffnet.
Erster Dorfmarkt im Dorfgässli.
Eine Gemeindebibliothek und eine Ludothek haben den Betrieb aufgenommen.
1986
Max Bütler wurde als erster Hünenberger Kantonsratspräsident.
1987
Mit Ruth Odermatt-Zimmermann hat erstmals eine Frau im Gemeinderat Einsitz genommen.
1988
Vernissage des Buches «Hünenberg - Geschichte und Geschichten einer Zuger Gemeinde». Als Autoren zeichneten Annemarie Setz, Dr. Ueli Ess und Klaus Meyer.
1991
Das altehrwürdige Dorfgasthaus «Degen» wurde ins Freilichtmuseum Ballenberg verlegt.
Die Einwohnergemeindeversammlung stimmte der revidierten Ortsplanung zu.
1992
Das Postbüro an der Chamerstrasse genügte den Anforderungen nicht mehr. Die Post bezog deshalb ein neues Gebäude an der Eichengasse.
1993
Nach zweijähriger Bauzeit konnten der Werkhof und das Feuerwehrgebäude eingeweiht werden. Die Kosten betrugen Fr. 10.9 Mio.
In Solothurn wurde der Hünenberger Pfarrer Markus Fischer zum Domherrn des Kantons Zug eingesetzt.
1994
Hünenberg realisierte die erste Dreifachturnhalle im Kanton Zug.
Dr. Peter Bieri wurde als erster Hünenberger in den Ständerat gewählt.
Dr. Urs Birchler wurde erster Hünenberger Landammann des Kantons Zug.
1995
Als Beitrag zum Europäischen Naturschutzjahr pflanzte das Hünenberger Bauamt 5'553 m Hecken und 50 Feldbäume.
1996
Die neue Reussbrücke in der Zollweid wurde mit einem Volksfest eingeweiht und dem Verkehr übergeben. Der dabei durchgeführte Markt in der alten Holzbrücke wurde als «Brogge-Märt» zur Tradition.
1997
Hünenberg ging als erste zugerische Gemeinde aufs Internet.
Pfarrer Klaus-Dieter Hägele weihte das architektonisch gut geglückte neue evangelisch-reformierte Kirchgemeindezentrum ein.
Am 15. November konnte der erneuerte und erweiterte Saal «Heinrich von Hünenberg» gleichzeitig mit dem neuen Schulhaus Ehret C seiner Bestimmung übergeben werden.
1998
Zum ersten Mal feierten Sins und Hünenberg den Nationalfeiertag gemeinsam in der Zollweid.
Hünenberg wurde «Gemeinde Europas».
Die Gemeinde feierte mit Regierungsrat Walter Suter den zweiten Hünenberger Landammann.
Aus Anlass «150 Jahre Bundesstaat» präsentierte sich Hünenberg am Landsgemeindefest in Zug unter dem Motto «Hünenberg weltoffen».
1999
200. Jahrestag der selbstständigen Gemeinde Hünenberg.
Erstmals wehte in Hünenberg die Europafahne.
Marcel Scherer, Stadelmatt, wurde als erster Hünenberger in den Nationalrat gewählt.
Der traditionelle Samstagsmarkt wurde vom Dorfgässli auf den Dorfplatz vor dem Saal «Heinrich von Hünenberg» verlegt.
2000
Vorstellung des gemeindlichen Leitbildes unter dem Titel «Lebendiges Hünenberg».
Der von der Korporation Hünenberg neu gestaltete geschichtsträchtige Lindenplatz konnte feierlich eingeweiht werden.
Vernissage des von der Einwohnergemeinde herausgegebenen Buches von Dr. Adolf A. Steiner «Der Hünenberger Mattenboden».
Erstmals verband während der Weihnachtszeit eine durchgehende Lichterkette die beiden Gemeindeteile Dorf und See.
2001
Die neue Bibliothek und Ludothek am Einhornweg 2 a konnten der Bevölkerung übergeben werden.
Die Abwasserreinigungsanlage Giessen wurde still gelegt. Das Abwasser wird neu via Pumpwerk der Kläranlage Schönau in Lindencham zugeleitet.
2002
Auf Einladung der Gemeinde arbeitete Kunstmaler Alphons Bürgler als Malergast in Hünenberg. Mit einer grossen Bilderausstellung wurde sein Schaffen in Hünenberg im Dezember abgeschlossen.
Erster Wümmet im gemeindlichen Rebberg bei der Weinrebenkapelle.
Der Hünenberger Walter Suter wurde zum zweiten Mal zum Landammann des Kantons Zug gewählt.
Vom neu gestalteten Platz in der Zollweid strahlte das Schweizer Fernsehen die beliebte Live-Sendung «Donnschtig-Jass» mit Hünenberger Beteiligung aus. Sie gestaltete sich zu einem wahren Volksfest, das in vielen Wohnstuben des Schweizerlandes miterlebt werden konnte.
Aus Anlass der 650-jährigen Zugehörigkeit des Standes Zug zur Eidgenossenschaft präsentierte sich Hünenberg mit einem abwechslungsreichen Programm auf der Seepromenade in der Zuger Vorstadt.
2003
Verschiedene Aktionen unter dem Motto «sauberes Hünenberg» sensibilisierten die Bevölkerung, zur Umwelt Sorge zu tragen.
Am Chäppelifäscht konnte erstmals der Chäppeliwy aus dem gemeindeeigenen Weinberg degustiert werden.
Der Gemeinderat beschloss, mit der befreundeten slowakischen Stadt Banska Stiavnica eine offizielle Partnerschaft einzugehen.
Im Ehret entstand ein Skaterpark für die Jungen.
2004
Die Freizeit- und Sportanlage Ehret inkl. Fussballplatz konnte eröffnet werden.
Mit einem offiziellen Festakt wurde in Hünenberg die Partnerschaft mit Banska Stiavnica besiegelt.
Der Ortsplanungsrevision und dem von den Gemeinden Cham und Hünenberg gemeinsam erarbeiteten Entwicklungskonzept Enikon-Eichmatt-Zythus wurde zugestimmt. Es soll zukünftige Wohnbauten mit hoher Lebensqualität ermöglichen.
Hünenberg erhielt das begehrte Energiestadt-Label.
Die Zuger Stadtbahn wurde offiziell in Betrieb genommen. In Hünenberg kamen zwei Haltestellen zu liegen, nämlich «Zythus» und «Chämleten». Hünenberg feierte bei der Station «Zythus» den offiziellen Anschluss ans SBB-Netz.
Erstmals seit 50 Jahren wies die Gemeinderechnung ein Defizit aus.
2005
Der neu sanierte Reussdamm inklusive ökologischer Aufwertungen konnte eingeweiht werden. Gleichzeitig wurde auch ein Landschaftsentwicklungskonzept erarbeitet.
Die Pfadi Hünenberg bezog ihr neues Pfadiheim an der Rigistrasse.
Die Parkplatzbewirtschaftung bei der Stadtbahnhaltestelle Zythus (Park & Ride) wurde eingeführt.
Im Juli fand auf der gemeindlichen Festwiese an der Zentrumstrasse das Schweizerische Armbrustschützenfest mit rund 1'300 Schützinnen und Schützen aus der ganzen Schweiz statt.
Im August trat die vom Regierungsrat genehmigte Ortsplanungsrevision in Kraft.
Erstmals wurde für die ganze Bevölkerung die «Hünenberger Vereinsmesse» im Saal «Heinrich von Hünenberg» durchgeführt.
2006
Die neue Eichmattstrasse, die gemeinsam mit der Gemeinde Cham realisiert wurde, konnte feierlich eingeweiht werden.
Mit dem neuen Schuljahr wurden an den Schulen Hünenberg die erweiterten Blockzeiten mit zusätzlichen nachschulischen Betreuungsangeboten eingeführt.
Die Ständekammer wählte den in Hünenberg wohnhaften Ständerat Dr. Peter Bieri zu ihrem Präsidenten. Zu seinen Ehren fand in Hünenberg im Beisein von Bundesrat Pascal Couchepin und Vertretungen von Bund und Kanton ein Empfang, verbunden mit einem grossen Fest statt.
Genau zum 145-jährigen Jubiläum der eigenständigen Primarschule Hünenberg gab die Gemeinde eine Schulgeschichte unter dem Titel «s hed glütet» heraus, geschrieben vom langjährigen Primarlehrer in Hünenberg, Klaus Meyer.
Erste Filmreportage über die Gemeinde Hünenberg in Zusammenarbeit mit Hünenberger Firmen.
2007
«Kultur an Ort», ein Anlass der Kulturgruppe Hünenberg, fand zum zehnten Mal, diesmal in der Ziegelei Meienberg, statt.
An der Bundesfeier sprach als prominenter Redner unser Ständeratspräsident Dr. Peter Bieri.
Die beiden Gemeinden Cham und Hünenberg bewilligten den Baukredit für das gemeinsame Schulhaus «Eichmatt».
Zur Vertiefung der Freundschaft zwischen Hünenberg und Banska Stiavnica reiste eine grössere Gruppe in die Partnerstadt, wo eine von der Gemeinde Hünenberg initiierte Fotoausstellung eröffnet wurde. Der Fotograf Andreas Busslinger präsentierte Bilder aus unserer Gemeinde. Anwesend war auch Dr. Josef Aregger, der Schweizer Botschafter in der Slowakei.
Erstmals lud die Gemeinde zu einer Info-Veranstaltung «Hünenberg hilft» und zum Freiwilligen-Apéro in den Saal «Heinrich von Hünenberg» ein. Dabei stellte die Gemeinde die von ihr unterstützten Hilfsprojekte vor.
Archäologische Notgrabungen auf dem Areal des geplanten Schulhauses Eichmatt brachten verschiedene Funde aus der Eisen- und Römerzeit zu Tage.
Bei Grabungen zur Sanierung der Burgruine kam ein unerwarteter Satz mit römischen Münzen zum Vorschein.
Die Gemeindeversammlung bewilligte einen Kredit von Fr. 3.5 Mio. für das Alterszentrum Lindenpark.
Mit der Sonnhaldenstrasse und der St. Wolfgangstrasse wurden die letzten Quartiere als Tempo-30-Zonen signalisiert. Damit ist in den Hünenberger Wohngebieten Tempo 30 oder sogar Tempo 20 (Begegnungszonen) flächendeckend eingeführt.
2008
Zum ersten Mal wurden der gemeindliche Anerkennungs- sowie der Förderpreis verliehen. Der Anerkennungspreis ging an den Verein «Kontakt Hünenberg» für das grosse ehrenamtliche, soziale Engagement in der Gemeinde; der mit Fr. 5'000.— dotierte Förderpreis an den Hünenberger Jungfilmer Michael Werder.
Am 1. September trat die neue Postadresse «6333 Hünenberg See» für die bisherigen Hünenberger Haushalte im Seegebiet mit der Postanschrift «6330 Cham» in Kraft.
In St. Wolfgang konnte ab Ende März wieder Gottesdienst gehalten werden, nachdem die aufwändige Restauration der Wandbilder aus dem 16. Jahrhundert abgeschlossen werden konnte.
Auf Grund der Revision des Polizeirechtes sind die Gemeinden seit Anfang 2008 neu für Ruhe und Ordnung zuständig. In Zusammenarbeit mit der Gemeinde Cham wurden von April bis Oktober erstmals zivile Patrouillen auf öffentlichen Anlagen und Plätze vorgenommen.
Im April fand die dritte Hünenberger Gewerbeausstellung HünA mit 45 Ausstellenden im und um den Saal «Heinrich von Hünenberg» statt.
Im Rahmen der schweizerischen Aktion «Schweiz bewegt» duellierte sich Hünenberg mit der Gemeinde Baar. Es ging dabei um möglichst viele Bewegungsstunden, wobei Baar knapp gewann.
Mitte Mai ging in Hünenberg das Finale des Schweizer Musikwettbewerbs für Jugendliche über die Bühne. 300 Jugendliche aus der ganzen Schweiz nahmen an diesem musikalisch hochstehenden Final teil.
Den ganzen Monat Juni zeigte die Partnerstadt Banska Stiavnica in Hünenberg anlässlich einer Fotoausstellung ihre Juwelen. Zur Vernissage war auch der slowakische Botschafter angereist.
Die Bürgergemeindeversammlung verlieh dem Hünenberger Ständerat Dr. Peter Bieri nach seinem Präsidialjahr das Ehrenbürgerrecht von Hünenberg.
Mit Beginn des neuen Schuljahres wurde in Matten erstmals in Hünenberg eine Ganztagesschule eröffnet.
Das zehnjährige Bestehen der Kulturgruppe wurde mit einem «Wandertheater» unter der Regie von Livio Andreina, Luzern, in sechs verschiedenen Häusern begangen. Dabei etablierte sich auch der gesamte Gemeinderat als Theatergruppe.
Dem Hünenberger Kabarettisten Michael Elsener wurde für sein erstes Soloprogramm der kleine Prix Walo als bester Nachwuchskünstler 2008 in der Schweiz verliehen.
Anfang Dezember wurde der Doppelspurausbau der SBB zwischen Cham und Rotkreuz eingeweiht. Damit ist der Viertelstundentakt der Stadtbahn von der Station Zythus nach Zug und Rotkreuz möglich.
Die Gemeinden Cham, Risch und Hünenberg engagieren sich gemeinsam für die Standortentwicklung, Standortprofilierung und Wirtschaftspflege. Die drei Gemeinden bilden zusammen eine neue Wirtschaftsregion unter der Dachmarke «ZUGWEST». Die Gemeindeversammlung vom Dezember stimmte der Gründung des Vereins «ZUGWEST» und dem Beitritt der Gemeinde Hünenberg zu diesem Verein zu - wie auch die Gemeinden Cham und Risch.
Zum zehnten Mal wurde während der Advents- und Weihnachtszeit der Lichterweg über den Hubel nach Kemmatten installiert.
Nach einem Tag der offenen Tür im neuen Alterszentrum Lindenpark zogen im Dezember die ersten Personen in die Alterswohnungen ein. Die Pflegeabteilung wurde anfangs 2009 eröffnet.
2009
Der gemeindliche Anerkennungspreis wurde Mitte Januar an den Entwicklungshelfer und früheren gemeindlichen Schulhauswart Richard Balmer verliehen, der seit 40 Jahren in Tansania tätig ist. Der Förderpreis ging an den jungen Kabarettisten Michael Elsener.
Ende Januar informierte der Gemeinderat über die Ergebnisse der im Frühsommer 2008 durchgeführten Bevölkerungsbefragung «Gemeinde-Thermometer». Dabei stellten die rund 600 befragten Personen der Gemeinde Hünenberg ein sehr gutes Zeugnis aus. Für 93 % der Befragten ist die intakte Landschaft und Natur das wichtigste Qualitätsmerkmal von Hünenberg. Weitere wichtige Gründe, warum man in Hünenberg leben will, sind die Sicherheit im Wohnumfeld, die zentrale Lage, die persönlichen Rückzugsmöglichkeiten und der Kontakt zu Freunden und Nachbarn. Nebst diesen Standortqualitäten schätzen die Befragten das entspannte Gesellschaftsklima in der Gemeinde und die gute Servicekultur der Gemeindeverwaltung. Die grössten Sorgen bereiten den Hünenbergerinnen und Hünenbergern die Siedlungsentwicklung, die Umweltqualität sowie die Verkehrsbelastung/Sicherheit. Auf Grund der Resultate stellte der Gemeinderat vor allem Handlungsbedarf in der Kommunikation nach aussen fest: Fast ein Viertel der Befragten gab an, schlecht über die Gemeindeaktivitäten informiert zu sein. Ab ca. Mitte 2010 soll deshalb periodisch ein gemeindliches Mitteilungsblatt gratis allen Haushaltungen zugestellt werden.
Am 3. April wurde im Rony die erste Baseballanlage in der Schweiz eröffnet, die den Vorschriften des internationalen Verbandes entspricht. Sie dient dem Base- und Softballclub Unicorns Hünenberg als Heimbasis.
Ein neues Logo der Gemeindeverwaltung wurde im Rahmen des Dorfmarktes vom 2. Mai vorgestellt. Dabei wurden 500 Tafeln Schokolade mit dem Logoaufdruck in Umlauf gebracht.
Am 9. Mai feierte das Zentrum Chamerstrasse 11 mit Gemeindeverwaltung, Zuger Kantonalbank und Metzgerei Limacher das 30-jährige Bestehen. Verschiedene Formationen der Musikschule Hünenberg umrahmten den Anlass und stellten ihr Können unter Beweis. Gleichzeitig fand auf der gesperrten Chamerstrasse der Family-Day mit verschiedenen Spielen statt und die Sportvereine konnten sich einer breiteren Bevölkerung vorstellen.
Am 6. Juni lud die Korporation die Bevölkerung zur Besichtigung der nach zweijähriger Bauzeit restaurierten Burgruine ein. Ein stimmungsvoller mittelalterlicher Markt mit Attraktionen für Jung und Alt, einer Ausstellung der archäologischen Funde und Burgführungen lockten viel Volk an.
Im Juni führte erstmals eine Hünenbürger Sekundarklasse unter der Leitung von Walter Röthlin ein einwöchiges Klassenlager in der Partnerstadt Banska Stiavnica durch. Die Aktivitäten der Städtepartnerschaft werden neu vom Verein «Partnerschaft Banska Stiavnica» organisiert und koordiniert.
Am 2. September wurde im Industriegebiet Bösch-Rothus der im Bebauungsplan festgelegte Grünpark eingeweiht. Der elegante Erholungspark bietet einen schönen Weitblick auf den Zugersee und die Berge.
Im Oktober stellte der Regierungsrat das Gebiet Rüssweiden bei der Reussdammerweiterung Chamau unter kantonalen Schutz.
Am 21. November weihten die beiden Gemeinden Cham und Hünenberg das gemeinsam gebaute Schulhaus Eichmatt ein. Das Schulhaus steht auf der Gemeindegrenze und ist das erste Schulhaus dieser Grösse in der Schweiz mit Minergie-P-Standard. Auf dem Dach des Schulhauses befindet sich die grösste Solaranlage im Kanton Zug.
2010
Zum ersten Mal wurden im Rahmen der gemeindlichen Ehrungen Mitte Januar auch die ehrenamtlich tätigen Personen gewürdigt. Weiter wurde der Förderpreis der in Hünenberg wohnhaften Sängerin Yasmine-Mélanie verliehen und der Anerkennungspreis ging an die Samichlausgruppe Hünenberg.
Am 25. Januar erfolgte der Baubeginn der Erschliessungsstrasse für das neue Biomasse-Kraftwerk in der Fildern, das von der Korporation Hünenberg und der Elektro-Genossenschaft Hünenberg erstellt wird. Baubeginn für die Heizzentrale war am 15. März. Die Gemeinde spart mit dem Heizanschluss jährlich rund 500 Tonnen an CO2.
Das Schulhaus Rony feierte Mitte April mit einem Spielhalbtag für die Kinder sein 25-jähriges Bestehen.
Nachdem die Hünenberger Sängerin Yasmine-Mélanie im Vorjahr bereits den kleinen Prix Walo gewonnen hatte, holte sie sich am 17. April auch die begehrte grosse Trophäe des Prix Walo in der Kategorie Schlager.
Am 20. Mai erschien die erste Ausgabe des Hünenberger Gemeindemagazins EINBLICK. Dieses gemeindliche Informationsblatt wird jeweils vier Mal jährlich allen Haushaltungen gratis zugestellt.
Am 21. Mai wurde der neue Freizeitplatz bei der Weinrebenkapelle seiner Bestimmung übergeben.
Im Auftrag der Gemeinde Hünenberg gab die Musicalschule VoiceSteps am 15. Juli im Amphitheater von Banska Stiavnica, der slowakischen Partnergemeinde von Hünenberg, ein Open-Air-Konzert.
67 Mitarbeitende der Hünenberger Gemeindeverwaltung erstellten am 2. September im Rahmen eines Weiterbildungstages vor der Badi Hünenberg einen 200 m langen Barfussweg.
An den Gemeinderatswahlen vom 3. Oktober wurde in der Person von Regula Hürlimann zum ersten Mal in der Geschichte Hünenbergs eine Frau zur Gemeindepräsidentin gewählt.
An der Gemeindeversammlung vom 13. Dezember wurde unter anderem ein Kredit von Fr. 1.9 Mio. für den Bau eines neuen Jugendtreffs bewilligt.
2011
Am 1. Januar trat das neue Parkierungsregime in Kraft, womit alle gemeindlichen Parkfelder bewirtschaftet werden. Anstelle der 20-jährigen Gepflogenheit, die Hünenberger Bevölkerung zu einem Neujahrsapéro einzuladen, lädt der Gemeinderat neuerdings zweimal im Jahr zu einer Gesprächsrunde ein.
Am 14. Januar verlieh die Gemeinde den Anerkennungspreis an den Dorfhistoriker Klaus Meyer. Der Förderpreis ging an die Familienkapelle «Folka». Gleichzeitig wurden 17 erfolgreiche Sportlerinnen und Sportler geehrt.
Am 7. Februar verstarb im Alter von fast 88 Jahren alt Gemeindeschreiber Jakob Suter-Boog. Er diente der Gemeinde Hünenberg 40 Jahre als Gemeindeschreiber und 46 Jahre als Bürgerschreiber. Zudem gehörte er während vieler Jahre dem Zuger Kantonsrat an.
Am 26. März erfolgte die Atelier-Eröffnung von Hünenbergs neuer Gastkünstlerin Katharina Sochor-Schüpbach, Zürich. Auf Einladung der Gemeinde Hünenberg wird sie bis Ende Januar 2012 im Maihölzlisaal als Papier- und Objektkünstlerin tätig sein.
Am 4. April verstarb Kaplan Fritz Schmid kurz nach seinem 80. Geburtstag. Er hatte von 1989 bis 2010 als beliebter Geistlicher die Kaplanei St. Wolfgang betreut.
Am 22. April musste auch von der Hünenberger Jugendschriftstellerin, Lehrerin und Ehrenbürgerin Hedwig Bolliger für immer Abschied genommen werden. Sie verstarb im hohen Alter von 98 Jahren.
Am 21. Mai fand zum ersten Mal eine Gesprächsrunde zwischen der interessierten Bevölkerung und dem Gemeinderat statt. Hauptthemen waren die Zentrumsplanung und die Einkaufsmöglichkeiten in Hünenberg.
Im Rahmen der Schulchilbi vom 7. Juli und der Eröffnungskonferenz vom 18. August feierten die Schulen Hünenberg ihr 150-jähriges Bestehen.
Mitte Juli stattete eine 19-köpfige Hünenberger Delegation unter der Leitung von Gemeindepräsidentin Regula Hürlimann der Partnerstadt Banska Stiavnica (Slowakei) einen mehrtägigen Besuch ab. Als Gast am öffentlichen Banska Stiavnicaer-Abend vom 23. September weilte auch der Botschafter der Slowakischen Republik in der Schweiz, Jàn Foltin, in Hünenberg.
Gleichzeitig mit dem alljährlichen «Broggemärt» bei der Reussbrücke fand am 24. September der Aktionstag «Gemeinsam gegen Gewalt» statt. Dabei verlieh Regierungsrat Beat Villiger drei Personen den Zuger Preis für Zivilcourage.
Am 30. September weilte eine Delegation des Gemeinderates von Marly FR in Hünenberg. Die beiden Gemeinden Hünenberg und Marly beabsichtigen, eine offizielle Gemeindepartnerschaft einzugehen.
Die Weinlese vom 6. Oktober brachte einen ausgezeichneten Rotwein hervor. Dieser erste Rotwein aus dem Rebberg bei der Weinrebenkapelle wird als «Cuvée Chäppeli» in den Verkauf gelangen.
Am 23. Oktober wurde Regierungsrat Joachim Eder in den Ständerat gewählt. Damit wird der Hünenberger Urs Hürlimann im Februar 2012 seine Nachfolge als Regierungsrat antreten.
Die Gemeindeversammlung vom 12. Dezember bewilligte unter anderem einen Projektierungskredit für die Erweiterung und Sanierung des Oberstufenschulhauses Ehret B in der Höhe von CHF 2'400'000.—. Weiterbearbeitet wird das Projekt der Zürcher Architekten Caroline Flechter, René Salzmann und Jasmin Sharif-Neistand, welche den Projektwettbewerb gewonnen haben
Wollen Sie mehr über die interessante Geschichte Hünenbergs erfahren? Dann lesen Sie das Buch «Hünenberg- Geschichte und Geschichten einer Zuger Gemeinde» von Annemarie Setz-Frey, Ueli Ess und Klaus Meyer, herausgegeben von der Einwohnergemeinde Hünenberg (erweiterte Neuausgabe 1998). Das Buch kann für CHF 30.– bei der Einwohnerkontrolle bezogen resp. bestellt werden.
