Häufige Fragen Archäologie
Muss ich archäologische Funde melden?
Wem gehören archäologische Funde?
Wer trägt die Kosten archäologischer Ausgrabungen?
Wie können trotz archäologischer Ausgrabungen Bauverzögerungen vermieden werden?
Gibt es auf meinem Grundstück archäologische Funde?
Wer trägt die Kosten archäologischer Ausgrabungen?
Die Kosten sämtlicher archäologischer Untersuchungen trägt der Kanton Zug. Es gibt keine Mitfinanzierungspflicht von Eigentümerinnen und Eigentümern beziehungsweise Gemeinden wie in anderen Kantonen. Der Eigentümer / die Eigentümerin ist aber verpflichtet, Ausgrabungen zu gestatten.
Wie können trotz archäologischer Ausgrabungen Bauverzögerungen vermieden werden?
Es ist der Kantonsarchäologie Zug ein grosses Anliegen, die erforderlichen Rettungsgrabungen so rasch als möglich
durchzuführen und so die Realisierung von Bauvorhaben möglichst nicht zu beeinträchtigen. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass sich mit einer frühzeitigen und gemeinsamen Planung in vielen Fällen Bauverzögerungen völlig vermeiden oder wenigstens stark reduzieren lassen. Archäologische Untersuchungen können bereits vor Erteilung der Baubewilligung ausgeführt werden; wertvolle Zeit lässt sich so optimal nutzen! Aber auch die Planung einer Vorlaufzeit für archäologische Grabungen oder die Etappierung eines Bauvorhabens können sehr hilfreich sein.
Gibt es auf meinem Grundstück archäologische Funde?
Die Karte "Archäologische Fundstätten" im Kantonalen Richtplan 2004 zeigt die wichtigsten archäologischen Funderwartungsgebiete (S. 46). Weiter muss davon ausgegangen werden, dass auch ausserhalb dieser Gebiete archäologisch relevante Funde vorkommen können. Die Kantonsarchäologie führt nach Massgabe ihrer finanziellen und personellen Möglichkeiten auf Wunsch der Eigentümerschaft gerne Vorabklärungen durch (Sondierungen).
Gibt es Führungen auf Ausgrabungen?
Die Kantonsarchäologie führt regelmässig Besuchstage auf archäologischen Grabungen durch. Die Anlässe werden in der Tagespresse publiziert und stossen immer auf eine grosse Publikumsresonanz. Absoluter Spitzenreiter war das frühmittelalterliche Gräberfeld Früebergstrasse in Baar, wo am 26. August 2000 über 900 Personen die Grabung "belagerten".
Für weitere Fragen steht Ihnen die Kantonsarchäologie gerne zur Verfügung: info.arch@zg.ch
