Navigation
Artikelaktionen

Stadttunnel Zug

Aufwertung des Stadtzentrums
Das Zentrum der Stadt Zug ist verkehrsmässig stark belastet. Tägliche Staus hemmen den Verkehrsfluss und beeinträchtigen die Attraktivität des Zentrums als Lebens- und Geschäftsraum. Mit dem Bau eines Stadttunnels soll die Aufenthaltsqualität im Stadtzentrum nachhaltig verbessert werden.

Mitwirkung führt zum Erfolg
Der Stadttunnel Zug hat eine lange Vorgeschichte. Seit den 1960er Jahren wurden zahlreiche Planungsstudien erstellt und eine Vielzahl von Varianten geprüft. Eine überzeugende Lösung konnte aber nie gefunden werden. Deshalb beschlossen der Kanton und die Stadt Zug Anfang 2010, den Variantenfächer für den Stadttunnel nochmals zu öffnen und die Bevölkerung aktiv an der Konzeptarbeit mitwirken zu lassen. Ziel dieser strategischen Zwischenphase sollte es sein, zunächst die zu beruhigende Zone zu definieren ("Zentrum Plus") und danach die wirkungsvollste Tunnelvariante zu finden. 

 

Bestvariante für Generelles Projekt
Das Vorhaben gelang. Dank aktiver Mitwirkung zahlreicher Zugerinnen und Zuger konnte im Herbst 2011 ein Gesamtkonzept gefunden werden, das breite Anerkennung fand (siehe Bild). Die Bestvariante verfügt über einen unterirdischen Kreisel mit vier Tunnelarmen und Vollanschlüssen an der Gubel-, Ägeri- und Artherstrasse. Dazu kommen zwei Halbanschlüsse: Jener an der Gotthardstrasse ist eine Einfahrt, der Halbanschluss Industriestrasse eine Ausfahrt.

Mit dieser Variante lassen sich die Ziele für das "Zentrum Plus" am besten erreichen. Zudem können die Tunnelportale optimal in die bestehende Stadtstruktur eingebettet werden. Der grösste Teil des Tunnelsystems kann bergmännisch erstellt werden. Die Bestvariante wird nun als Generelles Projekt vertieft. 2013 soll der Kantonsrat über den Objektkredit entscheiden.
 

Verkehrsregime Zentrum plus
Der Perimeter für das Zentrum plus ist festgelegt und umfasst bedeutende städtebauliche Ensembles, öffentliche Räume und Plätze sowie Potenziale für die künftige Stadtentwicklung. Das Verkehrsregime Zentrumplus muss eine hohe Entlastungswirkung haben, logisch in die übrige städtische Erschliessungsstruktur integriert sein, die Erreichbarkeit des Stadtzentrums für Bewohner/innen und das Gewerbe sicherstellen sowie eine gute Erschliessung durch den öffentlichen Verkehr und den Fuss- und Veloverkehr gewährleisten. Die Parkierung für Besucher/innen findet am Rand des Stadtzentrums statt. Vorstadt und Altstadt sind im Grundsatz verkehrsfrei. Für die Erschliessung durch den motorisierten Individualverkehr sieht das Verkehrsregime drei Kammern vor, in die hinein- und auch wieder hinausgefahren werden kann. Hingegen sind die Nord-Süd- und Ost-West-Achsen für den motorisierten Individualverkehr unterbrochen.
Zentrum plus ermöglicht eine Aufwertung des Bahnhofsumfelds. So wird der Anschluss bzw. der Portalbereich an der Gubelstrasse östlich und westlich der Bahngeleise neu gestaltet. Zudem werden die Zugänge zum Bahnhof und die Querverbindungen zwischen den Quartieren verbessert.