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Verkehrsentwicklung in Hünenberg und Risch

In den Industriegebieten Bösch (Hünenberg) und Forren (Risch Rotkreuz) kommt es regelmässig zu Verkehrsüberlastungen. Dies führt zu Zeitverlusten und Staukosten. Um weiterhin eine gute Erreichbarkeit der beiden Industriegebiete zu gewährleisten, hat die Baudirektion in Zusammenarbeit mit den betroffenen Gemeinden konkrete Massnahmen erarbeitet.

Die Entwicklung der Arbeitsplatzreserven in den Gemeinden Risch und Hünenberg wurde mit Studien untersucht. Dabei zeigte sich, dass die Strassenkapazität für die weitere Entwicklung nicht ausreichen wird. Aus diesem Grund wurde in einer Arbeitsgruppe die Verkehrssituation in den beiden Industriegebieten vertieft analysiert, um Anhaltspunkte für eine langfristig Verbesserungen der Situation zu erhalten.

Breiter Massnahmenfächer
Die Projektorganisation bestand neben der federführenden Baudirektion aus einer politischen Lenkungsgruppe und einer Begleitgruppe der Fachstellen des Kantons und der Gemeinden. Zwei Verkehrsbüros erarbeiteten gemeinsam 32 Massnahmen, die beschrieben und bewertet wurden. Die Projektgruppe diskutierte die vorgeschlagenen Massnahmen intensiv, korrigierte und ergänzte sie. Anschliessend erfolgte die Gliederung der vielen Massnahmen in fünf Pakete entsprechend den Zielen und der besten Kosten-Wirksamkeit.

Mobilitätsmanagement
Eine Massnahme mit besonders hoher Wirksamkeit ist das Mobilitätsmanagement. Sie kann innerhalb weniger Jahre und zu vergleichsweise geringen Kosten (< 0.5 Mio. Franken) umgesetzt werden. Vorgesehen ist, dass die Unternehmen in den Industriegebieten Bösch und Forren mit Unterstützung der Gemeinden und des Zuger Verkehrsverbundes ein entsprechendes Instrument einführen. Die Gemeinden ihrerseits wollen mit gutem Beispiel vorangehen und auch für ihre Verwaltungen ein Mobilitätsmanagement realisieren. Es wird eine enge Zusammenarbeit mit dem Mobilitätsberater des Zuger Verkehrsverbundes angestrebt. Bei dieser Massnahme ist es nicht das Ziel, Mobilität zu verhindern, sondern sie möglichst effizient und umweltfreundlich zu gestalten.

Förderung des öffentlichen Verkehrs
Im Bereich des öffentlichen Verkehrs wird der Kanton Zug die Busbevorzugung im Projektgebiet einführen. Damit werden die Fahrzeiten verkürzt und die Zuverlässigkeit der betroffenen Buslinien erhöht. Ausserdem wird die Stadtbahn Zug ausgebaut. Doppelspurige Verbindungen erlauben ein dichteres Angebot und höhere Kapazitäten.
Prüfen einer neuen Verbindungsstrasse
Eine weitere wichtige Massnahme ist das das Prüfen einer neuen Verbindungsstrasse für den Individualverkehr zwischen der Umfahrung Cham - Hünenberg und dem Autobahnanschluss Rotkreuz. In Abhängigkeit davon wird auch untersucht, wie der öffentliche Verkehr in Zukunft im Raum Rotkreuz - Bösch - Cham geführt werden soll.

Baudirektion


Weitere Auskünfte:
Heinz Tännler, Baudirektor Tel. 041 728 53 01
heinz.taennler@bd.zg.ch